Leserbriefe

Lebensmittelskandale und Fertiggerichte

07.03.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Lydia Hofstadt, Erkenbrechtsweiler. Zum Leserbrief „Die Union und die Lebensmittelskandale“ vom 28. Februar. Es ist schon eine Riesensauerei, wie die Verbraucher getäuscht und betrogen werden, andererseits werden viel zu häufig Fertigprodukte gekauft, ohne auch nur einmal auf die Zutatenliste zu sehen. Ich bin überzeugt, selbst wenn die Liste den Hinweis „Enthält Pferdefleisch“ enthalten hätte, wäre dies nur von wenigen Käufern gelesen worden.

Herr Mitsch schreibt, dass sich ärmere Mitbürger ihre Lasagne nicht mit Fleisch vom Metzger zubereiten können. Dem muss ich entschieden widersprechen, das kann man sehr wohl, wohlgemerkt, wenn man sie selbst zubereitet. In so einer fertigen Lasagne sind nicht einmal 100 Gramm Hackfleisch verarbeitet und das kostet bei meinem Metzger, frisch gehackt von Tieren, die aus der Region stammen, nicht einmal einen Euro. Alles andere, was noch so in der Fertiglasagne enthalten ist, macht weniger als 50 Cent aus. Wenn der Verbraucher bewusster einkaufen und mehr auf eine gesündere Ernährung achten würde – das ist auch mit wenig Geld möglich –, wären die Zivilisationskrankheiten rückläufig.

Was mich viel mehr ärgert ist, dass die Pferde aus Deutschland stammen, die in Rumänien geschlachtet und über Frankreich wieder nach Deutschland eingeführt wurden. Dass so etwas möglich ist, kann sich ein normaler Mensch nicht vorstellen. Was nützen denn vorab angekündigte Kontrollen wie im jüngsten Eierskandal? Es muss, wenn betrogen wird, sofort Ross und Reiter bekannt gemacht und die Betriebserlaubnis entzogen werden. Das sollte für alle Tierhaltungsbetriebe, wenn keine artgerechte Tierhaltung vorgefunden wird, Gültigkeit haben, sowohl für Mastgeflügel als auch Schweinemästereien und Milchviehhaltung, nur so, meine ich, kann Betrug verhindert werden.

Leserbriefe

Gar kein großartiges Bahnprojekt

Klaus-Dieter Tempel, NT-Neckarhausen. Zum Artikel „Nach Wandas Taufe beginnt die Arbeit“, vom 7. Oktober. Mit großer Begeisterung der regionalen Prominenz wurden am Albvorlandtunnel die Bohrmaschinen getauft. Die Wendlinger Geistlichkeit beider großen Konfessionen hat sich für diesen Missbrauch…

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