Leserbriefe

Lärm: Schilder allein reichen nicht aus

16.04.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Elke Richter, Nürtingen. Zum Artikel „Wie laut ist Nürtingen?“ vom 2. April. Ja, ich fahre auch Auto, aber ich fahre die zur Diskussion stehenden Strecken nicht regelmäßig. Die Tempo-Limits mit 30 Stundenkilometer sind nur der Offenbarungseid der verantwortlichen Behörden. Nicht das Aufstellen neuer Schilder und die Überwachung der Einhaltung der angestrebten Regel ist erforderlich. Es wird nur unwesentlich leiser – wie das Beispiel Neckarhausen zeigt. Die Neckarhäuser Ortsdurchfahrt ist eine gute Referenz zur Stuttgarter beziehungsweise Neuffener Straße. Zudem ist der Nebeneffekt des Ausweichverkehrs dringlichst zu vermeiden. Es wird sonst nur überall lauter. Gerne möchte ich einmal vorgerechnet bekommen, wie Fahrzeuge, die bei niedrigerer Geschwindigkeit einen höheren Kraftstoffverbrauch haben, vor allem durch Stehenbleiben und erneutes Anfahren, weniger Abgase erzeugen.

Diese Folge der Tempo-30-Regulierung auf die Fahrmöglichkeiten wird am Beispiel Neckarhausen im Artikel beschrieben, dass der Verkehr zum Erliegen komme. Ziel muss daher sein, nachhaltig die Verkehrsströme auf den gewünschten Wegen im Fluss zu halten. Für Ruhe muss vor allem nachts gesorgt werden. Tagsüber wird das Verkehrsaufkommen nicht dadurch gemindert, dass neue Regelungen getroffen werden.

Nachhaltige Lösungen sind daher: An belasteten Straßen Schallschutz anbringen. Gegebenenfalls nachts Tempo 30 anordnen. Pflanzen entlang der Straßen kultivieren – Vor allem Bäume und Sträucher oder auch Kletterpflanzen, die nicht nur den Schall dämmen, sondern gleichzeitig auch noch die Luft reinigen.

Radikale Pflanzenschnitte vermeiden, auch wenn es kostengünstiger ist strichweise ganz zu Roden. An einer Stelle einzelnen Bäume nacheinander Zug um Zug Fällen und ersetzen – nicht alle auf einmal. Konstruktionen der Fahrzeuge verbessern, damit diese wirklich leise werden. Transportverkehr auf die Schiene verlagern.

Leserbriefe

Gar kein großartiges Bahnprojekt

Klaus-Dieter Tempel, NT-Neckarhausen. Zum Artikel „Nach Wandas Taufe beginnt die Arbeit“, vom 7. Oktober. Mit großer Begeisterung der regionalen Prominenz wurden am Albvorlandtunnel die Bohrmaschinen getauft. Die Wendlinger Geistlichkeit beider großen Konfessionen hat sich für diesen Missbrauch…

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