Leserbriefe

Kunden wünschen sich mehr Service

27.03.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dr. Wolfgang Bone, Lenningen-Gutenberg. Zum Artikel „Sonntags berät der Ticketautomat“ vom 20. März. Dass die Bahn immer schlechter, dafür aber teurer wird, ist bekannt. Ich gehörte zu denen, die – vielleicht etwas naiv – glaubten, mit der Ablösung von Herrn Mehdorn würde sich bei der Bahn etwas bessern. Weit gefehlt. Nicht nur, dass Schalter geschlossen werden. Züge müssen langsamer fahren, weil die Gleise schlecht sind. Pünktliche Züge sind wohl die Ausnahme. Bei meiner letzten Fahrt mit einem ICE, der natürlich Verspätung hatte, sagte ich der Zugbegleiterin, dass ich noch nie erlebt hätte, dass ein ICE pünktlich sei. Daraufhin nickte sie mit dem Kopf, lächelte verständnisvoll und meinte: „Ich auch nicht.“ Und wenn man auf einem Bahnhof auf einen Anschlusszug warten muss und bei zehn Grad Minustemperaturen über eine halbe Stunde im Freien oder in einer ungeheizten zugigen Halle stehen muss, ist das auch nicht sehr kundenfreundlich.

Anstatt teure Prestigeobjekte (Stuttgart 21) zu starten, sollte die Bahn das viele Geld lieber dafür ausgeben, die bestehenden Angebote besser, sicherer und kundenfreundlicher zu gestalten und mehr Personal einzustellen anstatt abzubauen. Aber Stuttgart 21 kostet viel Geld, da muss man natürlich Personal abbauen, Züge langsamer fahren lassen, weil nicht alle Bremsen funktionieren und die Gleise schlecht sind, und Lokführer auf Kosten der Sicherheit Überstunden schieben lassen. Bahnkunden wünschen sich nicht einen unterirdischen Bahnhof in Stuttgart, sondern mehr Service, mehr Sicherheit, mehr Pünktlichkeit und vielleicht auch Toiletten auf den Bahnhöfen. Dafür wäre das Geld besser angelegt.

Leserbriefe

Gar kein großartiges Bahnprojekt

Klaus-Dieter Tempel, NT-Neckarhausen. Zum Artikel „Nach Wandas Taufe beginnt die Arbeit“, vom 7. Oktober. Mit großer Begeisterung der regionalen Prominenz wurden am Albvorlandtunnel die Bohrmaschinen getauft. Die Wendlinger Geistlichkeit beider großen Konfessionen hat sich für diesen Missbrauch…

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