Leserbriefe

Kulturgut geht auf beiden Seiten verloren

09.01.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Lydia Hofstadt, Erkenbrechtsweiler. Zum Artikel „Wir haben die Zeit für uns genutzt“ vom 29. Dezember und zum Leserbrief „Weltanschauung ohne sie anzuschauen“ vom 19. Dezember. Leserbriefschreiber sind Menschen, denen etwas missfällt und die auf Missstände aufmerksam machen wollen. Sie berichten kritisch, sachlich informiert und fundiert. Zum Großteil gehören sie den älteren Generationen an, sie sehen das aus einem anderen Blickwinkel als die Jungen und können aus einem reichen Erfahrungsschatz schöpfen. Der Artikel beschreibt sehr genau unsere Jugendzeit, mit welchen Problemen man damals fertig werden musste und wie wir damals gelebt haben. Man war bescheiden und anspruchslos.

1945 lag Deutschland total am Boden. Unser fleißiges Volk ist aufgestanden, hat es angepackt, improvisiert und erfinderisch mit den damaligen Mitteln wieder aufgebaut. Wie kein anderes Land in Europa hat es unser Volk zu Wohlstand und Reichtum gebracht. Darauf dürfen wir stolz sein. Wir, die Zeitzeugen aus dieser Zeit befürchten, dass unser Land jetzt zugrunde gerichtet wird und das, was wir für unsere Nachkommen geschaffen haben, durch die derzeitige Politik verloren geht. Wie ich in anderen Leserbriefen geschrieben habe, bin ich keine Anhängerin der neuen Multi-Kulti-Kultur in unserem Land. In die Kultur eines Landes muss man hineingeboren sein, sie ist nicht übertragbar und man kann sie nicht ablegen wie einen alten Mantel. Kulturgut geht auf beiden Seiten unwiederbringlich verloren.

Frau Lutze möchte ich auf ihren Leserbrief noch sagen, dass mir sehr wohl bekannt ist, dass es in der Türkei, die doppelt so groß wie Deutschland ist, zwischen 16 und 23 Christliche Kirchen gibt (die Angaben schwanken ), die alle vor 1923 erbaut worden sind und teilweise nur noch Ruinen sind. Erst nach dem Papstbesuch wurde erstmals wieder durch Herrn Erdogan ein Neubau in Istanbul genehmigt. Was ich in meinem Leserbrief damals kritisiert hatte, war die Architektur vieler Moscheen, die in unserem Land gebaut wurden und die in unsere Städte passen, wie die Faust aufs Auge. Inzwischen gibt es davon 206 mit Minaretts, 128 befinden sich im Bau und zusätzlich gibt es 2600 Moscheen und Gebetsräume ohne Minaretts. So viele werden wohl bei inzwischen über fünf Millionen Muslimen, die unser Land überrannt haben, benötigt, dagegen leben in der Türkei nur etwa 100 000 Christen.

Leserbriefe

Schulen können selbst bestimmen

Heinz Vogel, Oberboihingen. Zum Artikel „Vorletzter bei Ganztagsschule“ vom 18. Oktober. Interessant, dass jetzt die Bertelsmann-Stiftung bestimmt, was gut und was schlecht ist. Zu den Fakten: Die Einführung einer Ganztagsschule im Ort bestimmt laut Gesetz der Schulausschuss einer Schule,…

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