Leserbriefe

Kuckuckskinder gibt es nicht bei Menschen

10.09.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gabriele C. Kapp, Unterensingen. Zu den Artikeln „Mehr Rechte und weniger Geld für Scheinväter“ und „Mütter sollen über Sexpartner informieren“ vom 30. August. Geht es dem gewöhnlichen Hausspatzenmann wirklich besser und ist er also dem Menschenmann überlegen, weil er den Nachwuchs seiner Geliebten halb verhungern lässt wegen möglicher Zweifel an der Vaterschaft? Gut, wenn man nicht darüber nachdenkt, dass man ja selbst auch der Nachwuchs sein könnte – oder gar die verzweifelte Mutter! Und so wenig Hausspatzen-Asozialität haben gegenwärtig ja bekanntlich die Menschenväter gar nicht, obwohl sie den Nachwuchs sicher mitgezeugt haben. Jeder zweite kneift! Also ist doch eher der säumige Menschenvater dem Hausspatz an Asozialität überlegen?

Aber zu den Kuckucksmüttern: Sie legen ihr Ei in ein fremdes Nest und lassen es von anderen Vogelmüttern und Vätern ausbrüten. Fakt ist: Das tut eine Mutter der Gattung Mensch niemals. Sie generiert ihre Eizelle, brütet ihr Kind selber aus, ernährt es aus ihrem Blut und bringt es selbst zur Welt. Die Bezeichnung Kuckuckskinder ist deshalb nicht nur despektierlich, sondern faktisch einfach falsch! Ein Menschenkind ist bei seiner Mutter also immer erstmal richtig. Da es dem durchschnittlich patriarchalisierten Mann aber ja nie genug der ideologischen Beweihräucherung sein kann, leitet er Abstammung einfach nur über sich ab. Selbst vier Forscher, die im Zusammenhang der Treue neulich in einer bekannten Sonntagszeitung zum Teil mit Steuergeldern forschten, kamen in ihrer Arbeit der Abstammungslehre komplett ohne Eizelle oder gar Frauen aus! Die Ideologie vom männlichen Samen – er ist ein Phantom, wir sind Säugetiere – keine Pflanzen.

Die Ideologie, die Frau „empfange ein Kind“ vom Mann ist ein Phantom. Es findet im Rahmen des Menstruationszyklus eine Befruchtung der schon längst vorhandenen Eizelle statt durch einen winzigen Zellkern. Gleich zweimal wird der Vater „Erzeuger“ genannt. Unverdiente Lorbeeren, die der Mutter zustehen. „Mit-Zeuger“ beschreibt die Sache korrekt.

Zur Auskunftspflicht: Mütter sollen über ihre Liebespartner Auskunft geben, das will die Gesetzgebung beschließen. Ich denke doch, dass sie konsequenterweise die Mütter auch gleich in die Lage versetzt, ihre Auskunftspflicht angemessen nachkommen zu können. Der Mann wird verpflichtet, vor der ersten Vereinigung eine Kopie seines Personalausweises vorzulegen. Das wird dann besonders an Plätzen hoher asozialer Promiskuität sehr interessant: In den Bordellen und so weiter. Fazit: Das Wohl und die Identität von Kindern an dem biologischen Vater und seinem Geldbeutel festzumachen ist höchsts asozial und eine zuverlässige Quelle ständigen Misstrauens und Zwietracht zwischen den Geschlechtern. Laizität ist angesagt: Erotik und essentielle Versorgung von Kindern bedürfen der strikten Trennung für den Frieden und Vertrauen in die Liebe und den Staat. Letzterer wird durch Geburt gebildet!

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