Leserbriefe

Klimaschutz und Biogas

02.03.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Lars Jockers, Großbettlingen. Zum Artikel „Kampf für den Klimaschutz“ vom 28. Februar. „Nürtingen will für eine gute Ökobilanz auch die Bürger mit ins Boot holen“ – wie passt denn bitteschön diese höchst fragwürdige Biogasanlage, die im südlichsten Zipfel Nürtingens geplant ist, als positiver Effekt in eine Ökobilanz? Was ist daran denn bitteschön „Öko“ (außer der Versuch, uns das ganze Thema immer wieder unter dem Deckmantel „Bio“ positiv zu verkaufen)?

Die Ökobilanz kann aufgrund des Einzugsgebiets mit einem Radius von 150 Kilometern für eine solche Anlage nicht positiv sein. Was ist mit dem Feinstaub durch die anliefernden (Hunderte) Lkws sowie für die Abholung der Gärreste, was ist mit den Gasen beim Verbrennungsprozess (CO2)? Was birgt eine solche Anlage für Risiken bei Störfällen, Explosionen, möglichen Gasaustritten für die Umgebung und das Ökosystem? Führt dies nicht alles zu einer negativen Bilanz?

Das die Investoren und Fürsprecher noch dazu genau einen Standort in einem der wenigen und erhaltenswerten regionalen Grünzüge als zu favorisierenden Standort verargumentieren, zeigt doch besonders deutlich, wie sehr ihnen unsere Umwelt (Ökosystem) und unser (der Bürger) Wohlergehen doch am Herzen liegt.

Zur Erinnerung, es sollen dort 45 000 Tonnen Lebensmittelabfälle zerkleinert, erhitzt und vergärt, zu Gas aufbereitet und die Gärreste dann ausgebracht werden. Schon alleine bei dem Gedanken an die Anlage kann man den Gestank doch erahnen (aber wenn’s gut ist für die Ökobilanz macht das ja dann nichts).

Wenn man bedenkt, wie übel bereits die Biotonne nach einem Tag riecht, mag man gar nicht daran denken, wie dies dann erst bei einer solchen Menge ekligem vergärtem Abfall der Fall sein könnte.

Wo werden die ganzen Fürsprecher sein, wenn in einem heißen Sommer die Gestank-Schwaden über Nürtingen oder die umliegenden Gemeinden ziehen? Erfreuen sie sich dann immer noch an der tollen Ökobilanz und den Bürgern im Boot?

Oder trägt sich so ein Projekt wieder einmal mehr nur durch staatliche Subventionen und Förderung, die wir Steuerzahler dann letztendlich bezahlen? Es geht einmal mehr um den Profit und um Machtspielchen Einzelner auf Kosten der Allgemeinheit – und dann auch noch unter dem Deckmäntelchen „Öko“ und Bio. Nur weiter so Deutschland, ihr seid echt die Besten . . .

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