Leserbriefe

Klagelied über die Politik

03.03.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Josef Kropf, Oberboihingen. Guido Westerwelle bekämpft mit einer noch nie dagewesenen Frechheit alle Hartz-IV-Empfänger, da diese nur etwa 200 Euro weniger haben als ein Vollzeitbeschäftigter mit einem Acht-Stunden-Tag. Die Frage sei doch erlaubt: Warum sperrt man sich gegen einen Mindestlohn, damit derjenige, der noch Arbeit hat, mit seinem Einkommen auch wieder ein Auskommen hat und nicht noch einen zweiten Job benötigt, um seine Familie über die Runden zu bringen?

„Aufstocker“ ist ein Wort aus der perversen Klamottenkiste in Berlin. Nutznießer ist doch der Arbeitgeber und nicht der arbeitende Mensch. Genauso ist es auch mit den Leiharbeitern, wo für die gleiche (oder oft besser) geleistete Arbeit nicht der gleiche Lohn bezahlt wird wie für den Festangestellten.

Es ist doch ein Unfug sondersgleichen, Straftätern nach bekannt gewordenen Steuerhinterziehungen Straffreiheit zu gewähren, wenn die Steuerschuld nachträglich bezahlt wird. Da wäre doch der gleiche Betrag der hinterzogenen Steuer als Strafe noch dazu nicht mehr als gerecht.

In der Zeit leerer Kassen wäre es angebracht, dem Steuerzahler zu erklären, was das Abenteuer Afghanistan, Jugoslawien und die Ausbildung von Afrikanern bei der Bundeswehr zum Erlernen des Kriegshandwerks kostet.

Was könnte man mit diesen in den Sand gesetzten Geldern unserer Jugend Gutes tun, die doch angeblich unsere Zukunft sein und unsere Rente bezahlen soll.

Dass Mord nicht verjährt, ist gut, dass aber der zigtausendfache Mord an Kinderseelen durch sexuellen Missbrauch nicht nur hinter Klostermauern verjährt, ist doch unbegreiflich und eine Schande sondersgleichen für die Bundesrepublik Deutschland.

Respekt und Hochachtung für die geschätzte EKD-Ratsvorsitzende Bischöfin Margot Käßmann zum Rücktritt. Sie hat das getan, was viele in der Politik schon längst tun sollten. Dabei wäre eine jährliche Neuwahl unserer Volksvertreter wohl das kleinere Übel.

Leserbriefe

Friedens-Nobelpreis gegen Atombomben

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „Der Appell“ vom 7. Oktober. Es kommt selten vor, dass ein Kommentar von Wolfgang Molitor in der Nürtinger Zeitung Zustimmung finden kann, aber diesmal hat er mit Recht den Friedensnobelpreis gelobt, den die „Internationale Kampagne zur Abschaffung von…

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