Leserbriefe

Kirche und Staat sind nicht getrennt

23.06.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Helga Lorch, Köngen. Zum Leserbrief „Was steckt hinter dem Wunsch“, vom 21. Juni. Frau Pfuderer schreibt, sie habe Kardinal Marx aus gutem Grund zitiert, weil „Kardinal Marx weiß, dass in Deutschland Staat und Kirche getrennt sind.“ Diese Behauptung ist schlichtweg falsch. Denn jeder deutsche Bundesbürger kann selbst entscheiden, ob, und welcher Religionsgemeinschaft er angehören will oder nicht. Wenn ja, dann wird seine Religionsgemeinschaft, evangelisch oder katholisch, auf seiner jährlichen Lohnsteuerkarte eingetragen, die dem Gehalts- oder Lohnbüro vorliegt. Die anfallende Kirchensteuer wird dann zusammen mit der Lohnsteuer bei Abrechnung am Monatsende beim zuständigen Betriebssitz-Finanzamt abgeführt. Bei selbstständigen Unternehmern greift dieses Verfahren ebenso in Form von Einkommen- und Kirchensteuer, zu zahlen laut Steuerbescheid an das zuständige Finanzamt. Dies bedeutet, dass Kirche und Staat in Deutschland nicht getrennt sind.

Es gibt allerdings auch außenstehende Kritiker, die mit der „Kirche“ nichts am Hut haben, wie der Philosoph und Schriftsteller Arthur Drews, der 1928 schrieb: „Unter geschichtlichem Gesichtspunkt angesehen, bietet die Marienverehrung einen Anblick dar, bei dem einen der Menschheit ganzer Jammer erfasst. Es ist eine Geschichte des kindlichen Aberglaubens, kecksten Fälschungen, Verdrehungen, Auslegungen, Einbildungen und Machenschaften, aus menschlicher Kläglichkeit und Bedürftigkeit, jesuitischer Schlauheit und kirchlichem Machtwillen zusammengewoben, ein Schauspiel, gleich geschickt zum Weinen wie zum Lachen: Die wahre göttliche Komödie.“ Dem ist nichts hinzuzufügen!

Leserbriefe

Profitmaximierung statt Naherholung

Harry Nitschko, Wolfschlugen. Zum Artikel „Wildschweine gesucht“ vom 1. Dezember. Es ist sehr begrüßenswert, dass sich viele Gemeinderäte in Wolfschlugen des Themas Waldgebiet Sauhag annehmen und gegenüber der Forstverwaltung auch mal klare Kante zeigen. Es kann ja nicht verwundern, dass sich…

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