Leserbriefe

Kinder sind von Müttern besser betreut

03.02.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Andreas Schwickert, Beuren. Zum Artikel „EU rügt Betreuungsgeld“ vom 1. Februar. Wie weit sind wir denn jetzt schon gekommen? Da lässt sich die Kanzlerin von der EU vorschreiben, das geplante Eltern-Betreuungsgeld in Deutschland zurückzunehmen und das Ehegattensplitting auf seine Richtigkeit überprüfen zu lassen.

Der Verdacht drängt sich auf, dass durch die Hintertür – EU – die Kanzlerin und Teile der CDU/FDP den Empfehlungen der deutschen Wirtschaft, das Betreuungsgeld zu stoppen, entgegenkommt und gleichzeitig den Koalitionsvertrag mit der CSU aushebelt, nach der Devise: Ich wasche meine Hände in Unschuld. Die Vorgaben der EU kommen nicht nur der Wirtschaft entgegen, sondern in gleichem Maße den Parteien von Linken, Grünen und SPD, die ja aus ideologischen Gründen die klassische, traditionelle Familie bekämpfen. So konnte die Gewerkschaft sofort in den Tenor einstimmen, das Betreuungsgeld umzupolen in Krippenplätze. Dabei wird eine der wertvollsten Personen, die es in der Menschheit gibt, die Mutter, immer wieder mit dem Begriff „Herdprämie“ und der Unterstellung, dass sie ihre Kinder nicht richtig erziehen kann, diffamiert und diskriminiert. Gibt es doch Bibliotheken füllende wissenschaftliche Nachweise darüber, dass die beste Erziehung, Bildung und Versorgung von Babys und Kleinkindern durch die leibliche Mutter gewährleistet wird. Dies wird aber immer wieder verschwiegen. Sicher gewollt. Mütter sollen ihr Recht zum Wohle aller fordern.

Im Grundgesetz, Artikel 6.2, ist zu lesen: „Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern . . .“, und in 6.4: „Jede Mutter hat Anspruch auf Schutz . . .“ Wo bleiben Recht und Schutz, wenn gerade Mütter laufend diskriminiert und diffamiert werden? Das Bundesverfassungsgericht hat am 10. November 1998 ein Urteil gefällt, nach dem die außerhäusliche Betreuung nicht besser zu stellen sei als die familiäre. Demzufolge ist der zu erwartende Betreuungsbetrag von 100 Euro als Almosen zu bezeichnen in Bezug auf einen Krippenplatz, der zwischen 1000 und 1200 Euro monatlich kostet. Wobei die Arbeitsleistung der Mutter bei Weitem die einer Krippenbetreuung übertrifft.

Leserbriefe

Überhört Herr Grabitz kritische Stimmen?

Kai Hansen, Nürtingen. Zum Artikel „EU droht Milliardenklage wegen Pflanzenschutzmittels“ vom 11. November. Der Journalist Markus Grabitz gewährt dem weltgrößten Glyphosat-Hersteller Monsanto auf Seite eins der Wochenendausgabe der Nürtinger Zeitung eine prominente Bühne und betreibt zudem deren…

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