Leserbriefe

Kein vernünftiger Beitrag zur Sicherheit

16.03.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Christoph Traube, NT-Neckarhausen. Zu den Artikeln „Trockenübung für große Terrorangriffe“ vom 8. März und „Bundeswehr und Polizei üben das Undenkbare“ vom 9. März. Landesinnenminister Thomas Strobl und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen sprachen letzte Woche von einem „historischen Moment“ und vom „Undenkbaren“.

Tatsächlich gab es meines Wissens weder im Kalten Krieg noch während des Terrors der RAF vergleichbare Übungen oder Szenarien. Besteht heute wirklich die Notwendigkeit für solche Übungen? Oder stellt es den demokratischen Rechtsstaat nicht eher in Frage, wenn er mit seinen üblichen Instrumenten, nämlich Polizei und Justiz, nicht für Sicherheit sorgen kann? Mir kommen noch mehr Fragen: Mit welchen Waffen wären die Soldaten im Rahmen der Übung Getex denn ausgerückt und unter welchen Voraussetzungen dürften diese Waffen konkret eingesetzt werden? Davon unabhängig erstaunt es mich auch, dass uns Thomas Strobl und Ursula von der Leyen allen Ernstes weismachen wollen, dass die Bundeswehr die Lücken bei der Polizei auffüllen könnte. Ist die Bundeswehr nicht schon mit ihren Auslandseinsätzen an der Belastungsgrenze? Hatte sie nicht vor Kurzem einen Skandal, weil ein großer Teil ihres Geräts nicht einsatzfähig ist? Also mich hat diese Übung überhaupt nicht überzeugt und ich bezweifle, dass damit ein vernünftiger Beitrag zu mehr Sicherheit geleistet wurde.

Leserbriefe

Kostensteigerung ist ein Skandal

Hermann Döhne, Nürtingen. Zum Artikel „Teufelsklinge in der nächsten Runde“ vom 18. Januar. Die Debatte um die Kostenentwicklung bei der Teufelsbrücke nimmt kein Ende. Immer neue Hiobsbotschaften müssen verkündet werden, so jedenfalls war es in der letzten Sitzung des Bau- und…

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