Leserbriefe

Kaufkraftabfluss und Verödung

07.03.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Karlheinz und Werner Steinhilber, Nürtingen. Zum Artikel „Schluss mit der Kannibalisierung“ vom 26. Februar. Aufgrund der Entwicklung der Nürtinger Gegebenheiten in Bezug der Einzelhandelsentwicklung fühlen wir uns durch diesen Artikel direkt angesprochen. Wir sehen uns daher veranlasst, unsere Erfahrung mit der Stadt Nürtingen den Lesern zur Kenntnis zu bringen.

Unseren Fachmarkt „wohnen&sparen“ haben wir Mitte 2012 geschlossen. Die Entscheidung zur Betriebsschließung haben wir unter anderem mit dem Wissen getroffen, dass die bestehende Handelsfläche ohne Einschränkung durch eine andere Branche genutzt werden kann (Sportartikelmarkt Firma Sport Räpple). Erste Zusagen zur Nutzungsänderung durch die Stadt wurden jedoch nach Einreichung des Bauantrags nicht eingehalten.

Diese Entscheidung von Stadtverwaltung und Gemeinderat, zu der auch ein Veto des Werberings beitrug, hat uns wie man so schön sagt „kalt erwischt“ und ist nicht nur uns bis zum heutigen Tage völlig unverständlich.

Mit der Ansiedlung eines Sportartikelmarktes an dem ehemaligen Standort von „wohnen&sparen“ verliert Nürtingen überhaupt nichts. Das Gegenteil wäre der Fall. Nürtingen würde einen attraktiven Markt bekommen, dieser bringt Kaufkraft nach Nürtingen, Arbeitsplätze und obendrein die Gewerbesteuer. Das Bestreben einer jeden Stadtverwaltung sollte es doch sein, für eine attraktive Handelslandschaft zu sorgen. Dies betrifft nicht nur die Geschäfte in der Stadtmitte, dazu gehören auch Betriebe in den Außenbezirken auf Handelsebene. Im Besonderen, wenn in der Stadtmitte unter den gegebenen Voraussetzungen keine Möglichkeit besteht, Firmen in dieser Größenordnung und Ausrichtung anzusiedeln.

So hat es die Stadt fertiggebracht, durch ihre ablehnende Entscheidung zur Wertminderung der Immobilie beizutragen. Was dies für uns persönlich bedeutet, muss wohl nicht näher ausgeführt werden.

Sollte von den verantwortlichen Personen keine Entscheidung in Bezug auf eine positive Entwicklung des Einzelhandels auch in Außenbezirken getroffen werden, kann ein viel zitiertes Sprichwort abgewandelt Anwendung finden: „Wer zu spät kommt, den bestraft der Markt“ – in diesem Falle Kaufkraftabfluss und Verödung der Einzelhandelslandschaft in Nürtingen.

Leserbriefe

Verkehrsprobleme werden nicht gelöst

Raimund Popp, Nürtingen. Zum Artikel „Der Sieger kommt aus der Schweiz“ vom 20. September. Bevor die Umsetzung der Bahnstadt beginnt, muss der Kreuzungsknoten beim Amtsgericht nachweislich gelöst werden. Eine kleine Übersicht zum Plan der Bahnstadt: alle östlichen Häuser direkt an den…

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