Leserbriefe

Jede Fahrt kritisch hinterfragen

06.08.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Klaus Seeger, NT-Zizishausen. Solange wir alle in der Hitze brüten ist Zeit, mal wieder einfache Zusammenhänge einfach darzustellen. Jeder, der einen Verbrennungsmotor betreibt, also Auto, Motorrad oder Lkw fährt, ist sich der Tatsache bewusst, dass er zusätzliche Wärme erzeugt und freisetzt. Für jedes kW Leistung, das als Kraft für den Vortrieb erzeugt wird, wird nochmals die doppelte Menge an Wärme an die Umgebung abgegeben. Jedes Grad, das die Klimaanlage den Innenraum herunterkühlt, wird doppelt als Wärme nach draußen abgegeben, wo sich Fußgänger, Radfahrer und andere ungeschützte Verkehrsteilnehmer aufhalten.

Abgesehen davon, dass der bei der Verbrennung entstehende CO2-Ausstoß für die mit dem Klimawandel einhergehende Erderwärmung ursächlich ist. Kleines Beispiel: Ein Fahrzeug, das mit 100 kW Leistung zügig den Aichelberg erklimmt, setzt zeitgleich 200 kW Wärmeleistung frei. Das entspricht der Wärmeleistung von zehn Zentralheizungsanlagen eines Hauses unter Volllast. Ein voll beladener Lkw kommt auf das Zwei- bis Dreifache davon. Naheliegend eigentlich, dass mehr denn je kritisch hinterfragt werden sollte, ob die jeweilige Fahrt tatsächlich sein muss.

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