Leserbriefe

Internet – größter Tatort der Welt

29.08.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Helga Lorch, Köngen. Zum Artikel „Propaganda langweilt“ vom 27. August. Es ist eine schnelle Anwendung, eine Art bequeme Sache für eine Kommunizierung, um über die Internet-Plattform entweder seriöse Infos hereinzuholen oder zu verbreiten. Oder aber, wenn einem ein Gesicht missfällt oder gar die ganze Person missfällt oder nicht behagt, dieselbe für Auseinandersetzungen in die Pfanne zu hauen. Es ist leider auch so, dass Inserate – privater Art – auf freche Art und Weise aus der Tageszeitung entnommen und entsprechend für sich zurechtgebogen und verwendet werden. Ist hier das Internet die richtige Montur dafür?

Für den streitsüchtigen Anwender schon, zumal er offiziell als Verbreiter nicht erkannt wird. Diese Art der Auseinandersetzungen, also strategischer Anwendungen, muss unter dem Begriff „Stalking“ eingeordnet werden. Der Begriff „Stalking“ kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie anschleichen. Insofern ist der immer wieder böse Schlagzeilen produzierende Stalker oder Mobbing-Täter nicht anderes als ein gewöhnlicher Anschleicher. Nicht zu verwechseln mit dem Anstreicher oder Erbschleicher.

Jetzt, da es in Berlin die bundesweit erste Beratungsstelle für Anschleicher gibt, stellt sich die Frage: Was kann ein Anschleicher dort erfahren? Die raffinierteste Anschleichtechnik? Die ausgefallensten Anschleichwege? Das geilste Anschleich-Outfit? Die besten Anschleicher waren die Indianer. Das galt aber nur so lange, bis der weiße Mann kam und den Rothäuten den Schnupfen und das Feuerwasser brachte.

Ob das die bei der bundesweit ersten Beratungsstelle in Berlin auch gewusst hätten? Abgesehen von den Platzhirschen, die ihre vermeintliche Fremdnutzung der Zugangsleitungen zu verteidigen versuchen.

Tatort-Kommissare sind jetzt gefragt. Die Polizei will nun im Internet auf Streife gehen. Der Chef der Polizeigewerkschaft fordert 2000 neue Mitarbeiter. Grund: Das Internet sei der größte Tatort der Welt. Also, die Täter aufspüren, ran an die Mobbing-Stalker, die gefährlich sind in puncto Volksbelustigung und Volksverhetzung.

Leserbriefe

Nahverkehrsabgabe statt Schwarzfahren

Erwin Sass, Nürtingen. Zum Artikel „Schwarzfahrer – Sperren nicht umsetzbar“ vom 19. Oktober. Eine einfache Lösung wäre zum Beispiel den Solidaritätszuschlag abzuschaffen, stattdessen eine Art Nahverkehrsabgabe einzuführen, die dann auch jeder zahlen muss (auch die Schwarzfahrer) ob er will oder…

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