Leserbriefe

Internet, Familien und Neuenhaus

02.01.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Udo Kammler, Aichtal-Neuenhaus. Zum Artikel „Schnelles Internet für Neuenhaus“ vom 20. Dezember. Der Gemeinderat der Stadt Aichtal hat beschlossen, der Telekom den Auftrag zu erteilen, ein Kabel nach Neuenhaus zu verlegen, um dort die Haushalte mit schnellem Internet zu versorgen.

Dazu möchte ich mal meine Meinung sagen. Seit Jahren beteilige ich mich an Umfragen der Telekom zur Kundenzufriedenheit. Seit Jahren weise ich auf die katastrophale Versorgung in Neuenhaus hin und unterstütze jeden Versuch, hier etwas zu ändern. Da sind Mediengestalter, Programmierer, Designer oder einfach nur Handwerker, die am Abend zu Hause im Büro noch schnell ein Angebot abgeben wollen.

Schnell? Das geht in Neuenhaus nicht! Da wird der Versand von E-Mails verweigert oder wegen zu großem Datenvolumen abgebrochen. „So etwas“ (um es mit Stadtrat Klaus Weinmann zu sagen) braucht es in Neuenhaus nicht! Wie sieht es denn heute tatsächlich aus? Da werden täglich Mails verschickt, Bilder ausgetauscht, Zeichnungen eingescannt, Dokumente angehängt und Vertragsbedingungen übermittelt. Umweltfreundlich und papierlos.

Das Einzige, was teuer ist, ist unsere Zeit. Da sammeln sich Minuten zu Stunden und Stunden zu Tagen. Da bleibt die Frage nach Wettbewerbsfähigkeit, nach Attraktivität des Standortes. Haben Unternehmer keine Familien? Bringen sie nicht auch Kinder mit nach Neuenhaus? Vielleicht müssen wir bald in Neuenhaus einen Kindergarten bauen, weil die Häfner nicht mehr abgehängt werden vom Zeitgeschehen.

Weil der Stadtteil wieder attraktiv für junge Familien geworden ist, die „so etwas“ brauchen und auch nutzen können. Weil „so etwas“ zur Standortauswahl beiträgt – genauso wie die Grundversorgung mit Lebensmitteln, der Anschluss an den öffentlichen Personennahverkehr, Kindergärten, Grundschulen, die Anbindung an die Bundesstraße, die Netzabdeckung für Mobiltelefone oder ein Hallenbad für die Entspannung nach getaner Arbeit.

Ich wünsche mir, dass die Stadt Aichtal die erforderlichen Fördermittel erhält und Neuenhaus im nächsten Jahr endlich im Hier und Heute ankommen kann. Ich hoffe, dass „so etwas“ künftig im Gemeinderat nicht mehr hinterfragt werden muss, wenn es um die Zukunft der Einwohner von Neuenhaus geht.

Leserbriefe

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