Leserbriefe

In kleinen Gruppen bessere Integration

30.04.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dorothea Höhn, Aichtal-Grötzingen. Zum Artikel „Angst vor Flüchtlingen?“ vom 17. April. Hier wird vom Verfasser wohl einiges falsch verstanden. In der Uferstraße in Aichtal, einem städtischen Gebäude, sind Gewerbe, Mieter, Obdachlose und Asylbewerber untergebracht. Die Verantwortlichen in der Stadt haben den Mietern gekündigt und wollen das Gebäude abreißen lassen und einen Neubau dort erstellen! Die Bürger wurden nicht informiert.

Man hörte, hier soll ein Haus für über 70 Flüchtlinge gebaut werden. Soll im ausländerstärksten Teil von der ganzen Stadt das „Asylantenghetto“ von Aichtal entstehen? Die Gemeinde hat in allen Stadtteilen genügend leer stehende oder leer werdende städtische Wohnungen, Gebäude und Plätze, die teilweise vergammeln. Bei einer Unterbringung von kleinen Gruppen (10 bis 20 Personen), gar nach Nationen, bringt es weniger Streit, mehr aufmerksame Nachbarn, die helfen können, eine Integration ist leichter.

Ist das unerwünscht von Stadt, Kreis, Land oder Bund? Die Flüchtlinge von 1945/46 konnten sich so schnell integrieren, weil sie bei den Einheimischen untergebracht wurden und nicht in Barackensiedlungen. In Grötzingen waren das damals rund 35 Prozent neue Einwohner. Diese Flüchtlinge waren froh, wenn sie ein Dach über dem Kopf, ein Bett, Essen und eine Stube hatten, die stellten keine hohen Forderungen, wie es heute teilweise passiert.

Aber das ist Sache der Regierung, die sich dann wundert, wenn es Bürger gibt, die gegen Flüchtlinge sind. Oftmals werden diese Neuen besser beraten als die Deutschen. Vor Jahren, als die Kosovoalbaner und Afghanen hier wohnten, kamen „selbsternannte Rechte“ aus dem Neubaugebiet, um Krawall zu machen. Das dürfte der Stadt und Polizei auch bekannt sein, ebenso der Missbrauch des Spielplatzes als Rauschgiftdepot. Es traute sich kaum noch jemand, die Uferstraße zu betreten und der Spielplatz wurde nicht mehr benützt, schon wegen der Spritzen! Der Grundstücks- und Mietpreis ist natürlich im Städtle niedriger als in den Promisiedlungen und diese teuren Grundstücke werden dann wohl verkauft! Wir wollen im Städtle nur weiterhin in Frieden mit unseren zahlreichen ausländischen Mitbürgern und einer kleineren Anzahl von Flüchtlingen – wie bereits jetzt – zusammenleben. Ist das von den Verantwortlichen so schwer zu verstehen?

Leserbriefe

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