Leserbriefe

Hunde und Osteuropa

03.11.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Karin Matzner, Nürtingen. Zum Artikel „EM bringt Straßenhunden den Tod“ vom 27. Oktober. Das ist eine Meldung, welche Tierschützer übers Internet bereits seit gut zwei Jahren lesen und dagegen ankämpfen. Dass der Tierschutz im Osten mehr als nur in den Kinderschuhen steckt, dürfte man anhand dieses Artikels schon erahnen. Dass für ein solches Großereignis die Straßen „gesäubert“ werden, ist nicht die Erfindung der Ukrainer. Dieses wird in nahezu allen ost- und südeuropäischen Ländern praktiziert. Hier wird nur einmal mehr ein wohl grausiger Rekord angestrebt.

Wir Menschen sollten da an die vielen Opfer denken, die durch Rettungshunde ihr Leben zurückerhalten, oder die vielen Behinderten, ohne deren Hundehilfe ihr Alltag viel schwerer zu bewältigen wäre. Die meisten Medien bringen keine solchen Meldungen, weshalb, kann ich nicht nachvollziehen.

Aber was ich bei diesem Bericht aus der Ukraine fühle, ist einmal mehr Hilflosigkeit, Traurigkeit und Bitterkeit über dieses bestialische Vorgehen. Die Menschen dort sind für solche Zustände selber verantwortlich. Möglichkeiten gäbe es genug, um die Kontrolle der Vermehrung auf einem humanen Weg vorzunehmen, wenn die Gelder nicht in irgendwelchen dunklen Kanälen verschwinden würden.

Manchmal denke ich, diese Menschen lieben solche sadistischen, rohen Taten. Da wollen sie immer zu den kultivierten Staaten gehören, zeigen aber mit solch einer Vorgehensweise, wie unterentwickelt es bei ihnen zugeht. Für mich steht fest, dass solche Länder nicht zu meinen Favoriten zählen. Und beim Lesen solcher Berichte schäme ich mich, zu der Gattung Mensch zu gehören. Die Medien haben auch hier eine Pflicht, die Menschen zu unterrichten. Es gibt so viele Menschen, die noch nie etwas von Tötungsstationen oder Canilen und dem grausamen Umgang mit Straßentieren, auch in den Urlaubsländern, gehört haben, und davon, welchen Kampf die Tierschützer tagtäglich austragen müssen.

Leserbriefe

Ist Utopie auch am Neckar erlaubt?

Dorothea Röcker, Nürtingen. Zum Artikel „Infoveranstaltung zur Gartenschau“ vom 2. November. Eine Landesgartenschau ist ein zukunftsweisendes Projekt und muss deshalb ganzheitlich gedacht werden, wenn sie Entwicklungsprozesse in Gang setzen soll. Das Thema „Grüne Stadt am Fluss“ war schon immer…

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