Leserbriefe

Hotelplanung: Noch Optimierungsbedarf

03.06.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Kuno Giesel, Nürtingen. Zum Artikel „Hotel mit Biergarten am Neckar“ vom 18. Mai. Im Grunde kein schlechter Gedanke, statt Wohnungen ein Hotel an die viel befahrene Hauptstraße zu bauen. Mit Schallschutzfenstern für viele Gäste sicherlich kein Problem. Habe das selber schon erlebt, Zimmer mit Blick auf die anliegende Bundesstraße. Bei großen Messen in Stuttgart sind viele Hotels im Umkreis immer wieder ausgebucht, ein Bedarf dürfte da sein. Ob die restliche Auslastung ausreicht, muss der Betreiber wissen. Mit entsprechender Reklame können sicherlich auch Besucher des Outlet-Centers in Metzingen gewonnen werden. Große Bedenken habe ich aber bei der Ausführung.

Im Bericht steht nichts davon, dass circa 20 öffentliche Parkplätze wegfallen werden – Plätze, die am Wochenende und bei Aktivitäten der Kunstschule, dem Club Kuckucksei oder auch nur für die naheliegende Kneipe oft in Gebrauch sind. Bei 91 Zimmern nur 50 Parkplätze für das Hotel – das reicht vorne und hinten nicht, wenn das Hotel ausgebucht ist. Das Personal benötigt gewöhnlich auch noch Abstellplätze. Leider sind die gesetzlichen Vorschriften dafür nicht an die tatsächlichen Ansprüche angepasst.

Aus eigener Erfahrung weiß ich auch, das Hotelgäste auch oft Tiefgaragen meiden, meist wegen der gewöhnlich anfallenden Kosten. Ich kenne nur wenige Hotels, wo man kostenlos in der Tiefgarage parken kann. Dass die Nebenstraße dort auch wegfallen wird – das wird den Besuchern und Bewohnern der Gebäude flussabwärts vom Hotel weniger gefallen, wenn sie Richtung Neckarhausen abfahren wollen. Je nach Verkehrsaufkommen nicht immer einfach. Durch den geringen Abstand zu Neckar und Fischtreppe werden sicherlich wieder einige der Bäume weichen müssen. Das ist momentan wohl der Trend. Alle wollen frische Luft, machen sich aber keine Gedanken, woher sie kommt. Was mich am meisten stört ist die Optik. Wieder mal ein Flachdach neben denkmalgeschützten Gebäuden mit Satteldach. Das kann man auch anders, besser lösen, so wie es zum Beispiel beim Schoßberghotel gemacht wurde. Hier sollte auf jeden Fall noch einmal nachgearbeitet werden.

Leserbriefe

Friedens-Nobelpreis gegen Atombomben

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „Der Appell“ vom 7. Oktober. Es kommt selten vor, dass ein Kommentar von Wolfgang Molitor in der Nürtinger Zeitung Zustimmung finden kann, aber diesmal hat er mit Recht den Friedensnobelpreis gelobt, den die „Internationale Kampagne zur Abschaffung von…

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