Leserbriefe

Hotelpläne waren Stadträten bekannt

26.07.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Thaddäus Kunzmann, Nürtingen. Zum Leserbrief „Hotelgenehmigung in 40 Minuten“ vom 23. Juli. Wieder einmal strickt sich Stadtrat Dieter Braunmüller seine eigene Legende: Hier ein despotisch handelnder Oberbürgermeister. Dort er, der sich ihm mutig in den Weg stellt. Wie war es denn nun wirklich? Am 3. Februar 2016 wurden dem Ältestenrat die Pläne mitsamt alternativen Modellskizzen vorgestellt. Der Ältestenrat, der aus acht Stadträten aller Fraktionen besteht, hat daraufhin einmütig diese Pläne gebilligt und die Verwaltung gebeten, die Verhandlungen mit diesem Investor fortzuführen. Dieter Braunmüller ist im Protokoll dieser Sitzung als anwesend geführt. Das Protokoll wurde an alle Gemeinderäte versandt. Die Modellskizzen allen Fraktionen zur Weitergabe an deren Mitglieder übergeben. Es kommt also nichts überraschend. Es war seit dem 3. Februar klar, was kommen soll und wie groß das Gebäude ungefähr wird. Zudem handelte die Verwaltung mit Wissen, Billigung und im Auftrag des Gemeinderates.

Wenn Herr Braunmüller das bestreitet, dann sagt er nicht die Wahrheit. Seit mindestens zehn Jahren sucht die Stadt einen Hotelbetreiber, der sich in Nürtingen niederlassen will. Bis dahin ohne Erfolg. Als die CDU-Gemeinderatsfraktion vor circa einem Jahr mit dem Vorsitzenden des Nürtinger Wirtschaftsbeirates Dieter Schenk gesprochen hat, war dies eines seiner wichtigsten Anliegen. Nach zehn Jahre erfolgloser Suche gibt es jetzt einen Erfolg zu vermelden. Und nun kommt Herr Braunmüller und möchte eine Auswahl zwischen mehreren Betreibern haben. Wie anders als den Versuch, Sand ins Getriebe zu schütten, soll ich das deuten? Der Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan ist auch nicht das Ende eines Verfahrens, sondern der Beginn. Auch da täuscht Herr Braunmüller die Öffentlichkeit. Das Hotel baut nicht das Neckarufer zu, sondern wird entlang der B 313 zum Teil auf Grundstücken, auf denen vor wenigen Jahren noch Häuser standen, gebaut. Ich vermute, dass man das Hotel noch nicht einmal von der Stadtbrücke oder der Alleenstraße aus sehen kann. Ein Hotel eröffnet übrigens dann auch die Chance, dass es wieder eine gut geführte Außengastronomie an der Fischtreppe gibt. Und darauf können sich die Nürtinger dann wirklich freuen.

Leserbriefe

Hotel und Biergarten – aber kein Betonbunker

Alfred Schmidt, Nürtingen. Zum Artikel „Hotel mit Biergarten am Neckar“ vom 18. Mai. Ich stimme Herrn Raimund Braun (NT 14) voll zu, wenn er die Architektur des „Hotelneubaus“ kritisiert. Recht hat er, wenn er ein Satteldach und eine Verkleinerung des Baukörpers fordert. Dann würde sich das…

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