Leserbriefe

Hoffe auf konstruktive Zusammenarbeit

01.12.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dr. med. Frank Staffa, Nürtingen. Zum Artikel „Falsche Behauptungen heizen die Debatte an“ vom 20. November. Ausdrücklich begrüße ich den Ansatz von Oberbürgermeister Heirich, Fakten zu klären und Missverständnisse auszuräumen. Leider warfen die Einlassungen des OB für mich mehr neue Fragen auf, als offene geklärt wurden.

Abgesehen davon, dass die Überschrift des Artikels an sich schon geeignet ist, das Diskussionsklima zu verschärfen, erschließt sich mir auch nach mehrmaligem Lesen nicht, von welchen haltlosen Behauptungen oder falschen Informationen OB Heirich spricht.

Im Gegenteil, schon der Beginn seiner Ausführungen „Viele Menschen können von diesem Wohnraum am Neckar profitieren“ ist für mich schwer nachvollziehbar. Ausgehend von circa 80 Wohnungen à 2,5 Bewohnern kann man meiner Ansicht nach bei einer 40 000 Einwohner zählenden Stadt einfach nicht von vielen Menschen reden.

Ganz und gar nicht nachvollziehen kann ich die Verwunderung des OB über meine Aussage, dass die Sanierung des Wörth-Areal bestenfalls ein Nullsummenspiel wird, wenn er im selben Atemzug ausführt, dass die Stadt an einem Sanierungsprojekt noch nie Geld verdient habe.

Um meine Verwirrung zu komplettieren schiebt er zwei Sätze später nach, dass „Nürtingen als steuerschwache Kommune mehr denn je darauf angewiesen sei, den Haushalt mit Grundstücksverkäufen auszugleichen.“ Ja was denn nun? Genauso verwirrend sind für mich seine Einwände, den Quadratmeterpreis betreffend.

Sehr gefreut habe ich mich über das Angebot, in einem gemeinsamen Dialog über Veränderungen der geplanten Bebauung nachzudenken. So bot es Oberbürgermeister Heirich bereits bei der Informationsveranstaltung am 10. November an, bei der Herr Erwerle sogar eine neuerliche öffentliche Auslegung der Pläne in Aussicht stellte.

Umso enttäuschender empfinde ich die Absolutheit seiner Klarstellung „Wir werden auf dem Wörth-Areal bauen.“ Unter bürgerorientiertem und ergebnisoffenem Dialog verstehe ich nicht, über „die Farbe des Anstrichs“ der Gebäude mitentscheiden zu dürfen.

Nichtsdestotrotz hoffe ich, dass eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung, Gemeinderat und engagierten Bürgern schlussendlich zu einer Lösung führen wird, in der sich alle Nürtinger wiederfinden können.

Leserbriefe

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