Leserbriefe

Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen

03.08.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Manfred Kienzle, Nürtingen. Zum Artikel „Die Kluft zwischen Renten und Pensionen wächst wieder“ vom 31. Juli. Herr Krahwinkel vom Bund der Steuerzahler glaubt durch polemische Äußerungen, die als Schlagzeile im Sommerloch gerne aufgegriffen werden, die „Grün-Rote-Sparpolitik“ auf Kosten der Landesbeamten unterstützen zu müssen.

Statt Äpfel mit Birnen (Durchschnittspensionen mit Standardrenten) zu vergleichen, ergibt ein ehrlicher Vergleich ein ganz anderes Bild. Nimmt man zum Beispiel einen Oberstudienrat und einen Diplomingenieur bei Daimler so übersteigt bereits das Lebensarbeitseinkommen des Angestellten das des Beamten deutlich.

Im Rentenalter bezieht der Beamte zwar circa 71 Prozent seines letzten Einkommens als Pension, der Angestellte bei Daimler erhält aber neben seiner gesetzlichen Rente, Betriebsrente und unter Umständen durch sein höheres Einkommen ermöglicht, weitere staatlich geförderte Zusatzeinkünfte. Auf der Ausgabenseite hat der Rentner zudem die Möglichkeit, die in der Höhe begrenzte gesetzliche Krankenversicherung weiter zu nutzen, während der Beamte im Höheren Dienst gezwungen ist, sich nach wie vor in der wesentlich teureren privaten Krankenversicherung abzusichern.

Um mehr Gerechtigkeit zu erreichen empfehle ich dem Steuerzahlerbund sowie der Landesregierung: Um endlich „richtig“ zu sparen, könnte man doch die „teuren“ Beamten abschaffen und nur noch Angestellte beschäftigen. Weshalb legt der Staat (in Bund, Ländern und Gemeinden) so viel Wert auf das Beamtentum, obwohl er in vielen Fällen für die gleiche Arbeit auch Angestellte beschäftigt? Weshalb gibt es für Beamte keinen Tarifvertrag und kein Streikrecht? Wird des „besondere Verhältnis“ zwischen Staat und Beamten nicht doch sehr einseitig und in eigenem Interesse vom Staat bestimmt?

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