Leserbriefe

Herr Mappus sollte mehr Größe zeigen

08.12.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jürgen Klein, Unterensingen. Zum Artikel „Dieser Hass macht mich sehr nachdenklich“ vom 3. Dezember. Herr Mappus zeigt keine Größe. Er, der die Befürworter des K 21 nicht ernst genommen hatte, sie kriminalisieren wollte, in eine bestimmte Ecke stellen wollte, spielt jetzt den Scheinheiligen, der sich nicht erklären kann, woher der Hass kommt. Die Proteste waren vor und nach dem 30. September friedlich und werden es weiter bleiben! Wer am 30. September provoziert hat und bestimmte Bilder im Fernsehen zeigen wollte, wird hoffentlich der Untersuchungsausschuss ans Tageslicht holen. Dass die CDU gegen die Öffentlichkeit beim Untersuchungsausschuss war, lässt tief blicken. Wer nichts zu verbergen hat, braucht eigentlich auch die Öffentlichkeit nicht zu scheuen!

Eigentlich sollten jetzt alle Politiker bis zum Stresstest ganz einfach den Mund halten und das Ergebnis des Stresstestes abwarten. Alles andere ist nur Öl ins Feuer gegossen und wird die Gemüter weiter anheizen. Aber bestimmten Politikern geht es ja nicht darum, dass es friedlich bleibt im Lande, sondern sie wollen Wahlen gewinnen, und da schürt man erneut am glimmenden Feuer. Ein Ministerpräsident muss für alle Bürger da sein und nicht nur für solche, die seiner Meinung sind! Das gilt natürlich auch für den OB. Die Bürger spüren diese Ungerechtigkeit und werden weiter auf die Straße gehen! Herr Mappus war und ist bei den Demos immer der Hauptgegner und die „Mappus-weg“-Rufe haben ihn sehr getroffen und er schlägt zurück und macht erneut den größten anzunehmenden Fehler wie im September. Er hat offensichtlich nicht die „Größe“, jetzt Ruhe zu bewahren, wie man dies von einem Ministerpräsidenten erwarten sollte.

Natürlich gibt es auf beiden Seiten „Scharfmacher“, aber die überwiegende Zahl ist mehr als friedlich und möchte dies auch weiter sein. Dass der unterirdische Bahnhof nach 15 Jahren Planungszeit offensichtlich solch große Mängel hat und dies durch die Schlichtung zweifelsfrei ans Tageslicht geholt wurde, ist doch eigentlich ernüchternd und man müsste dankbar sein. Jetzt kann man noch umdenken und das bessere Konzept (K 21) bauen und enorme Kosten sparen. Sind erst einmal die vielen Bäume gefällt und unser Schlosspark ein riesiges Loch, die Mineralquellen zerstört, der Untergrund aufgequollen, werden auch die Befürworter schnell wieder weniger werden, deren Anteil nach der Schlichtung plötzlich bei 54 Prozent sein soll.

Das Schlimme ist, dass viele Bürger nicht richtig Bescheid wissen. Auch werden weitere Details ans Tageslicht kommen, die schnell zu einem Stimmungswandel führen können. Sollte der sogenannte „Stresstest“ gegen die Bahn ausfallen, müsste sie eigentlich den Bau stoppen, oder besser gar nicht beginnen, um ein Fiasko zu vermeiden. Man sollte jetzt erst einmal das alte Jahr friedlich beenden und Ruhe einkehren lassen.

Leserbriefe

Nahverkehrsabgabe statt Schwarzfahren

Erwin Sass, Nürtingen. Zum Artikel „Schwarzfahrer – Sperren nicht umsetzbar“ vom 19. Oktober. Eine einfache Lösung wäre zum Beispiel den Solidaritätszuschlag abzuschaffen, stattdessen eine Art Nahverkehrsabgabe einzuführen, die dann auch jeder zahlen muss (auch die Schwarzfahrer) ob er will oder…

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