Leserbriefe

Herr Erwerle und die Zahlen

10.06.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bettina Wimmer, Nürtingen. Zum Artikel „Ringen um Zukunft des Wörth-Areals“ vom 3. Juni. Das absolute Highlight des Abends war die Gegenüberstellung der Kosten für die unterschiedlichen Bebauungsdichten auf dem Wörth-Areal. Anstatt harte Fakten und genaue Beträge zu recherchieren, begnügte man sich damit, mit teilweise fiktiven Summen ein Bild zu schaffen, das zweifellos das Ziel hatte, alle Alternativen, die von einer Hundert-Prozent-Bebauung abweichen, als Fiasko für die Stadtkasse darzustellen.

Auch hier hätte man sich gewünscht, dass die Gesprächsleitung die Beträge seitens der Stadtverwaltung vorher auf Richtigkeit und auf Verwendbarkeit geprüft hätte, dann hätte man sich eine Menge Zeit und heiße Luft ersparen können. Auf den Mangel ernsthaft recherchierter und belastbarer Zahlen und Beträge angesprochen, meinte Herr Erwerle nur, dass er mit 50 000 Euro zusätzlich aus der Stadtkasse jemand mit der Datenrecherche beauftragen könne, dieser Betrag stehe ihm aber leider nicht zur Verfügung.

Nun, wäre das nicht die Aufgabe der Stadtverwaltung in der Planungsphase im Vorfeld eines solchen Bauvorhabens gewesen, alle Alternativen und deren Kosten beziehungsweise Förderungsmöglichkeiten durchzurechnen und dem Gemeinderat vorzulegen, sodass dieser die für die Stadt und die Bürger – nicht für die Stadtkasse – beste Möglichkeit favorisieren kann? Wozu also jetzt nochmals 50 000 Euro ausgeben? Um die Fehler der Vergangenheit auszumerzen?

Aber zu seiner Ehrenrettung sei anerkannt, dass Herr Erwerle wenigstens die Courage besitzt, diese Verfehlung in aller Öffentlichkeit zuzugeben. Nebenbei bemerkt, woher sollen denn die Bürger innerhalb und außerhalb des Forums Wörth, die die geplante Bebauung ablehnen, die finanziellen und fachlichen Mittel haben, solche Daten zu recherchieren? Man könnte noch einige Beispiele mehr aufführen, so durfte zum Beispiel bei einer Abstimmung für die Seite der Stadtverwaltung plötzlich eine Person mehr abstimmen, dem Forum Wörth wurde dies verwehrt.

Zusammengefasst bleibt der Eindruck haften, dass die Stadtverwaltung nicht das geringste Interesse an einer gemeinsam erarbeiteten, konstruktiven Lösung für das Wörth-Areal hat. Anders kann man sich eine derart passive Teilnahme an den Gesprächen nicht erklären. Darauf deutet wohl auch der übereilte Termin des dritten Runden Tisches einen Tag nach den Pfingstferien hin.

Leserbriefe

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