Leserbriefe

„Hassbürger“ und Gutbürger

29.02.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Monika Stoitzner, Nürtingen. Zum Artikel „Bürger auf den Fildern sollen mitdiskutieren“ vom 25. Februar. Schon im Untertitel zum „Filder-Dialog S 21“ wird relativiert: Ergebnisse sind unverbindliche Empfehlungen. Wieder wird Otto Normalverbraucher suggeriert, dass er Einflussmöglichkeiten hat, dass er als Bürger noch ein Mitspracherecht erhält, falls er möchte. Vielleicht gehen die Filderbauern anschließend auch auf die Straße – wegen des Filderkrauts.

Zwischenzeitlich werden die aufmüpfigen Bürger als Hassbürger dargestellt. Laut Peter Hahne als Menschen, die wegen Juchtenkäfern demonstrieren, während gleichzeitig Kinder misshandelt oder zu Tode gequält werden und keine Lobby finden. Die Demonstranten missbrauchen angeblich den Begriff „Montagsdemo“ laut Gauck für ihre egoistischen Beweggründe.

Es ist so einfach, auf andere einzuhauen, ohne sich selbst Gedanken zu machen. Viele Menschen, die sich in Stuttgart zur Demonstration treffen, sind schon und noch gegen Atomkraft, für Frieden in der Welt, gegen Neonazis, für soziale Gerechtigkeit, bessere Arbeitsbedingungen, gegen Rassismus und anderes aktiv. Nachdem die „bösen Parkschützer“ endlich aus dem Schlosspark entfernt sind, die Sauerei des Zeltdorfes abgeräumt, Bäume aus technischen Gründen gefällt sind, können unsere „Gutbürger“ in Stuttgart und andernorts endlich wieder in aller Ruhe schlafen.

Seit fast einem Jahr stockt die Auftragsvergabe der Bahn! Wegen der Risiken? Wegen der Kosten? Vielleicht bleibt uns für viele Jahre eine große Baugrube, eine große Wunde, mitten in Stuttgart?

Leserbriefe

Wir brauchen Parteien, die Mut machen

Patrik Müller, Beuren. Zum Artikel „Die DNA der früheren CDU“ vom 15. September. Frau Kosova kann man zu ihrer gelungenen Integration in Deutschland nur gratulieren. Ich kann allerdings überhaupt nicht nachvollziehen, wie sich eine aus Usbekistan stammende Frau mit jüdischen Wurzeln, die in…

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