Leserbriefe

Gute Argumente für Stuttgart 21?

08.06.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Maike Pfuderer, Stuttgart. Eine neue Imagekampagne soll die Bürger von Stuttgart 21 überzeugen. Da wird dann behauptet, dass die guten Argumente überwiegen würden. Es stimmt, es überwiegen die guten Argumente, allerdings die gegen Stuttgart 21. Diese Argumente braucht man auch nicht lange suchen, sie sind einfach offensichtlich.

Da wäre die Tatsache, dass es der Deutschen Bahn noch nie gelungen ist, ein Projekt im geplanten Zeit- und Kostenrahmen zu halten, die bereits aufgelaufenen 120 Tage bei den Arbeiten im Gleisvorfeld sprechen hier eine sehr deutliche Sprache. Diese Arbeiten im Übrigen machen S21 keineswegs unumkehrbar, es ist vielmehr empörend, wenn man dabei dann erfährt, dass einer der wichtigsten Bahnhöfe unseres Bundeslandes mit einer Signaltechnik arbeitet, die vor über 50 Jahren zeitgemäß war.

Das Bahnfahren wird dann auch in Zukunft für die ganze Region erheblich teurer, da die Bahntochter „Station und Service“ sich jeden einzelnen Zughalt erheblich teurer bezahlen lassen wird. Tübingen zeigt es im Augenblick sehr drastisch, die Hochstufung zum Fernbahnhof verteuerte dort jeden Halt um 400 Prozent! Es wird auch argumentiert, dass die Parkfläche in Stuttgart um 20 Hektar wachsen würde, verschwiegen wird allerdings, dass im neuen Stadtteil 20 000 zusätzliche Menschen wohnen sollen. Die Parkfläche für jeden einzelnen Einwohner sinkt also erheblich. Auch wird mit schöner Regelmäßigkeit verschwiegen, dass diese 20 Hektar erst nach Inbetriebnahme des Tiefbahnhofs entstehen können, wenn die Projektpartner dann noch übriges Geld für den Rückbau des Gleisvorfelds haben sollten.

Hier sind erhebliche Zweifel berechtigt. Die guten Argumente sprechen also für einen modernen Kopfbahnhof und keineswegs für diesen Durchgangsirrsinn, der eine gewachsene Stadt zerstört.

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