Leserbriefe

Große Ziele – starke Worte

23.09.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Klaus Eicher, Nürtingen. Zum Artikel „BVR fordert Ortsvorsteher“ vom 13. September. Die starken Worte des neuen Vorsitzenden der Bürgervereinigung Roßdorf (BVR), Herrn Mitsch, will ich im Namen der ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder kommentieren.

Am 28. Juni hat die BVR im dritten Anlauf einen neuen Vorstand gewählt, der Vorsitz wurde Herrn Mitsch übertragen. Dieser ist dann auch gleich schwungvoll gestartet und hat die Ziele der BVR umrissen. Dabei ist man allerdings mit der Behauptung „im Roßdorf liege vieles im Argen“ und „es fehlt ein Kümmerer, ein Ansprechpartner“ erheblich über das Ziel hinausgeschossen. Ein paar Tage später wird berichtet, dass die BVR einen Ortsvorsteher für das Roßdorf fordere. Dann wird es aber schon ziemlich dünn: Über den aktuellen Stand der Planungen zum Gemeinschaftshaus und die letzten 15 Jahre BVR-Arbeit scheinen Herr Mitsch und die weiteren zum Teil neuen Vorstandsmitglieder nicht voll im Bilde zu sein. Neue Besen kehren ja bekanntlich gut, aber die kühne Behauptung, dass sich seit 15 Jahren niemand um die „Belange des Roßdorfs“ (wie es in der BVR-Satzung heißt) gekümmert habe, ist schlicht falsch.

Wir, die ausgeschiedenen früheren Vorstandsmitglieder, empfinden diese Aussage schon grenzwertig. Denn unsere Zielsetzung bei der Arbeit im Vorstand der BVR war bewusst keine kommunalpolitisch gefärbte, uns ging es immer ums Roßdorf und seine Bewohner und um eine sachliche Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und eine schrittweise Verbesserung der Ausstattung des Gemeinschaftshauses. Anliegen von Bürgern des Roßdorfs, die in den regelmäßig durchgeführten BVR-Sprechstunden vorgebracht wurden, sind, sofern erforderlich, zeitnah an die Stadtverwaltung weitergegangen und aktuelle Informationen darüber wurden in der Roßdorf-Post veröffentlicht. Unsere Aktivitäten zeigten sich bei vielen Aktionen, sei es unsere leider ergebnislose Unterschriftenaktion zum Erhalt der Poststelle, unser Einsatz für günstigere Preise bei der Kabel BW nach dem Verkauf der Antennenanlage oder die zahlreichen Veranstaltungen im Laufe eines jeden Jahres. Neben den regelmäßigen Veranstaltungen wie musikalischer Spätnachmittag am dritten Advent, der seit mehr als 25 Jahren fester Bestandteil im BVR-Programm war, haben wir den „lebendigen Adventskalender“ ins Leben gerufen und im Rahmen des Kinderferienprogramms der Stadt Nürtingen einen Spielenachmittag angeboten. Zusammen mit den Heller-Azubis wurde regelmäßig eine Markungsputzete durchgeführt und auch der Humpfenbach wurde unter hartem körperlichen Einsatz einer Reihe von BVR-Männern von Zivilisationsspuren gereinigt. Das neu gestaltete Podium und die Neuanlage der Bepflanzung am Ladenzentrum wurde in händischer Arbeit von Vorstandsmitgliedern realisiert. Nicht zu vergessen unser alljährlicher Einsatz zugunsten von „Licht der Hoffnung“ mit der Beteiligung am „Schwarzwurstturnier“, die Organisation sowie Bewirtung bei Blutspendeaktionen in Zusammenarbeit mit dem DRK. Ständiges Ziel war, das Image des Roßdorfs, das eine Weile als „Klein Chikago“ bezeichnet wurde, zu verbessern, was uns letztlich auch gelungen ist. Im vorigen Jahr haben wir als Vereinsvorstand durch namhafte Spenden und einige unserer Vorstandsmitglieder auch durch persönlichen Einsatz dem „Roßdorflädle“, das jetzt von Herrn Mitsch zu Recht gelobt wird, auf die Beine geholfen. So viel zum Informationsstand von Herrn Mitsch und den weiteren neuen Vorstandsmitgliedern der BVR. Vielleicht machen sie sich doch einmal die Mühe und lesen so nach und nach die zahlreichen Protokolle der Vorstandsarbeit – da steht alles drin –, bevor wieder mit falschen Aussagen versucht wird „den neuen Besen“ zu verkaufen.

Leserbriefe

Hochwasserschutz in Neckartailfingen

Sebastian Kurz, Neckartailfingen. Zum Artikel „Mit höheren Einnahmen Schulden getilgt“ vom 4. Oktober. Dem Artikel habe ich entnommen, dass der Gemeinderat zum wiederholten Mal den mangelnden Hochwasserschutz in der Gemeinde Neckartailfingen kritisiert und die Verwaltung zum Handeln aufgefordert…

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