Leserbriefe

Großbettlingen und Verkehrsberuhigung

19.02.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jürgen Decker, Großbettlingen. Zum Leserbrief „Tempo 30 und die Messgeräte“ vom 13. Februar. Von den etwas kruden Vorstellungen von Frau Bauer zum Thema Albstraße konnte ich mich bereits in einem persönlichen Gespräch überzeugen. Gehörte sie nicht auch zum Ratsgremium, das sich gegen verkehrsberuhigende Maßnahmen in der Albstraße ausgesprochen hat? Begründung: Hier würde niemand zu schnell fahren?

Leider haben sich auch einige sachliche Fehler im Leserbrief eingeschlichen. Als aufmerksame Zeitungsleserin ist Frau Bauer sicherlich nicht entgangen, dass man sich in vielen Gemeinden um Verkehrsberuhigung bemüht, auch an viel befahrenen Durchgangsstraßen. Allerdings zeugt es von wenig Sachkenntnis, die Albstraße als viel befahrene Durchgangsstraße zu bezeichnen. Der Blick in die Landkarte verrät, keiner fährt – um von A nach B zu kommen – durch Großbettlingen. Großbettlingen hat eine Umgehungsstraße. Dass die Albstraße noch eine Kreisstraße ist, liegt nicht etwa an ihrer überregionalen Bedeutung, sondern einzig an der Weigerung der Gemeinde, diese in eine Gemeindestraße umzuwidmen, was formal richtig wäre. Den Einfluss der Gemeinde auf verkehrstechnische Maßnahmen in der Albstraße zeigt die Einrichtung des Halteverbots, das einzig auf Bestreben der Gemeinde zustande kam. Messbare und relevante Unfälle oder Gefahrensituationen – Fehlanzeige. Ein zeitlicher Zusammenhang zwischen kritischen Äußerungen meinerseits und der Maßnahme ist natürlich rein zufällig. Wenn bei Radarkontrollen die Hälfte der Verkehrsteilnehmer wegen des Radarwagens anhalten muss, dann dürfte es keine Überraschung sein, dass die Verkehrsüberwachungsmaßnahmen relativ wenig relevante Ergebnisse bringen.

Auch in der Karpatenstraße hat sich der Gemeinderat zuerst – trotz Unterschriftenaktion der Anwohner – gegen eine Ausweisung als Spielstraße ausgesprochen. Erst nach mehreren Anläufen konnte man sich hier „zähneknirschend“ dazu durchringen, diese schmale Straße zur Spielstraße zu machen. Generell habe ich den Eindruck, dass man sich in Großbettlingen mit Verkehrsberuhigung sehr schwertut, ja sie womöglich für etwas Unanständiges hält – nach dem Motto „das war schon immer so“.

Frau Bauer möchte ich gleichwohl empfehlen, sich ebenfalls vom Tunnelblick zu befreien und mit offenen Augen durch den Landkreis zu fahren. Es gibt durchaus Gemeinden, die beim Thema Verkehrsberuhigung und Anwohnerschutz deutlich aktiver sind. Als Familienausflug empfehle ich die Fahrt nach Zizishausen, wo es, auch an viel befahrenen Kreisstraßen, Tempo 30 im ganzen Ort gibt. Oder einen Abstecher nach Unterensingen, wo nach dem Bau der Umgehungsstraße die Kreisstraße umgewidmet und Tempo 30 eingeführt wurde.

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