Leserbriefe

Grenzwerte und Populismus

07.02.2019, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dr. Peter Speiser, Oberboihingen. Zum Leserbrief „Populistische Argumentation“ vom 1. Februar.

In ihrer Antwort auf meinen Leserbrief fährt Leserin Pfuderer schweres Geschütz auf: sie entnimmt ihm „eine unwissenschaftliche – fast schon populistische – Argumentation“. Mein Beitrag sollte eine Argumentation über die fehlende Plausibilität des von der EU festgelegten Grenzwertes für NO2 sein – kein wissenschaftlicher Beitrag!

Insofern läuft die geäußerte Kritik ins Leere. Eine sachlich vorgetragene Kritik an der Festlegung des NO2-Grenzwertes ist für grüne Politiker „fast schon populistisch“!

Im Studium und während meiner ärztlichen Tätigkeit bestand ein wesentlicher Teil meiner Arbeit in der logischen und plausiblen Einordnung von Befunden zur Erstellung einer Diagnose. Die Ausführungen von Professor Kekulé und der sehr ausführliche Artikel in der FAZ vom 31. Januar belegen eindeutig den fragwürdigen Grenzwertfindungsprozess in der WHO und im EU-Parlament. Ich möchte nicht auf weitere Details des Leserbriefes eingehen, da sie zur Sache nichts beitragen. Nicht versäumen möchte ich, auf ein Experiment mit dem Schadstoff NO2 an Lebenden hinzuweisen, das seit Jahrzehnten ausgeführt wird.

Die Rede ist von „Schweißern“, die bei ihrer Tätigkeit einem NO2-Grenzwert von 950 Mikrogramm ausgesetzt sein dürfen, acht Stunden täglich, fünf Tage die Woche, über 40 Arbeitsjahre. Da sie arbeitsmedizinisch überwacht werden, ist davon auszugehen, dass sie (bei einem 23-fach höheren Grenzwert als er für die Straße gilt) bisher keine Schäden erlitten haben. Andernfalls wäre der Grenzwert schon längst nach unten korrigiert worden. Fazit: ein NO2-Grenzwert von 100 Mikrogramm – wie in den USA – würde gesundheitliche Schäden und die kompensationslose Enteignung von 5,2 Millionen Dieselfahrern (Euro-Norm 4) vermeiden.

Leserbriefe

Nürtingen sollte die Chance nutzen

Maike Pfuderer, Stuttgart. Zum Artikel „Neckarufer-Bebauung auf Eis gelegt“ vom 14. Februar. Mit großer Freude las ich vom Beschluss des Gemeinderats, sich doch wieder auf die Seite der Bürger zu stellen und den Platz auf dem Melchior-Areal bis auf Weiteres so zu belassen. Investoren sind eben…

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