Leserbriefe

Gewaltfreie Hilfe für Afghanistan

05.11.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hellmut Kuby, Nürtingen. Zu den Artikeln „Frau soll Ehemann Säure ins Gesicht gekippt haben“ und „91-Jähriger droht mit Schusswaffe“ vom 29. Oktober. Bei manchen Beiträgen wie oben genannten frage ich mich, warum sie in der Zeitung stehen. Wird damit einem Sensationsbedürfnis (mancher Leser) Rechnung getragen, getreu der Devise „eine schlechte Nachricht ist eine gute Nachricht“, denn sie kommt an?

Die wirklich verheerenden Ereignisse in der Welt, die Naturkatastrophen und das gegenseitige Morden von Menschen, bestimmen die Berichterstattung in den Medien. Wir schauen vom Wohnzimmer aus zu, mehr oder weniger stolz, dass wir Deutschen seit 70 Jahren mit keinem Land im Kriegszustand sind. Dabei ist die BRD seit dem völkerrechtswidrigen Krieg 1999 im Kosovo wieder eine aktiv Krieg führende Nation. Auch in Afghanistan, seit Gerhard Schröder 2001 den USA bedingungslose Unterstützung zugesagt hat. Und was ist nach 15 Jahren Krieg, der Tausende Tote und Billionen Dollar gekostet hat, daraus geworden? Die Korruption blüht, die Opiumanbaufläche wächst, es wird gemordet mit Sprenggürteln und Drohnen – eine Katastrophe. „Nichts ist gut in Afghanistan“ hat Margot Käßmann (schon vor Jahren) gesagt. Eines hat sie übersehen oder nichts davon gewusst – weil es etwas Positives ist? Von dem, was Dr. Reinhard Erös (geboren 1948) für die Menschen in diesem geschundenen Land leistet. Schon während des sowjetisch-afghanischen Krieges (1979 bis 1989) begonnen, gründete der ehemalige Militärarzt 2001 mit seiner Familie (Frau und fünf Kinder) „Die Kinderhilfe Afghanistan“, eine Hilfsprogramm ohnegleichen, ausschließlich durch private Spenden finanziert.

Im Oktober 2010 hat er erstmals in Unterensingen davon – höchst spannend – berichtet. Nun kommt Reinhard Erös im Rahmen der Nürtinger Friedenswochen am Freitag, 11. November, 19 Uhr, erneut zum Vortrag in den Lutherhof. Was er berichtet, klingt wie ein Wunder. Und für alle, die Frieden wollen, beweist er, was im selben Land – gleichzeitig – gewaltfrei („Pflugscharen“) möglich ist. Während die USA Afghanistan mit militärischer Gewalt („Schwerter“) nicht befrieden können. Eine Lehre, die man zur Kenntnis nehmen sollte.

Leserbriefe

Eltern sorgen sich um die Gebühren

Katja Müller-Spieth, Nürtingen. Zum Artikel „Neues Kinderhaus im Martin-Luther-Hof“ vom 24. November. Es ist erfreulich, dass die Stadt Nürtingen ihre Zurückhaltung gegenüber freien Trägern im Bereich der Kinderbetreuung öffnet. Dies bietet Familien neue Alternativen zu den bisherigen…

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