Leserbriefe

Gewagtes Spiel der Kirchengemeinde

01.06.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Heinz Sigler, Wendlingen. Zum Leserbrief „Streit um die Johanneskirche“ vom 10. Mai. Zum Vorwurf der Destruktion im Leserbrief von Herrn Rolf möchte ich noch Argumente anfügen. Dieser Vorwurf ist, was die Interessengruppen anbelangt, falsch. Diese Gruppen haben von Anfang an stets konstruktive Vorschläge sowohl zu den Neubauplänen, bei Erhalt der Kirche, als auch zum Gemeindeleben unterbreitet. Diese Vorschläge wurden ignoriert und leider nicht in die Machbarkeitsstudie einbezogen.

Anstelle eines Destruktionsvorwurfs werfe ich der Mehrheit der Räte Ignoranz vor. Fürchteten die Abrissbefürworter, dass ein aus der Studie resultierendes Ergebnis ihre Pläne durchkreuzen könnte? Kann die fusionierte Gemeinde, wo die Gottesdienstbesucher oftmals eher einem Kaffeekränzchen ähneln, es sich wirklich leisten, auf die Unterboihinger Mitglieder, insbesondere auf die aus Bessarabien stammenden „Gründerväter“ der Johanneskirche, zu verzichten? Der Kirchengemeinderat wagt ein riskantes Spiel. Sollte es zu einem Bürgerbegehren kommen, die ersten Voraussetzungen dazu, Unterschriften, sind erfüllt, und dann noch das Bürgerbegehren selbst zu einem Erfolg für die Initiatoren führen, wären die Baupläne der Gemeinde auf Jahre hin durchkreuzt, die Gemeindearbeit stark beeinträchtigt.

Wollen die Verantwortlichen der Kirchengemeinde dieses Risiko und dieses gewagte Spiel wirklich eingehen? Wer übernimmt dann die Verantwortung für die unkalkulierbaren Folgen? Dem Kirchengemeinderat sei dringend empfohlen, den Abrissbeschluss zu überprüfen und zu überdenken. Noch ist es dazu nicht zu spät. An alle Bürger von Wendlingen mit den Stadtteilen Unterboihingen und Bodelshofen appelliere ich erneut, sich an einem eventuellen Bürgerbegehren zu beteiligen und ihr Stimmrecht dazu wahrzunehmen. Nur wer sich aktiv daran beteiligt, die Johanneskirche zu erhalten, kann etwas bewirken.

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