Leserbriefe

Gesamtlösung statt Flickschusterei

16.10.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Christel Nagel, Nürtingen. Zum Leserbrief „Das ewige Lamento der Rümelinstraße“ vom 10. Oktober. Mir erscheint, dass die Verfasserin des Leserbriefes in Unkenntnis der Historie der Rümelinstraße oder aus anderen Gründen nicht mehr als 30 Jahre die Sachlage verfolgen kann.

Ich bin seit 1958 Anwohnerin der Rümelinstraße. Die Rümelinstraße war lange Zeit eine Sackgasse mit Schrebergärten links auf Höhe vom jetzigen Edeka (frühere Fabrik Bock). Es gab einen kleinen Trampelpfad mit Holzbrücke zur Kanalstraße und einen Zugang zur Fabrik von Alex Linder sowie zu K. M. Reich und Bock. Die Straße war nie als Durchgangsstraße gedacht. Daher auch die, in den letzten Jahren, laufend nötigen Straßenreparaturen wegen zerdrückten Gas- und Wasserleitungen. Der Untergrund ist bis heute nicht für den starken Schwerlastverkehr ausgelegt. In den 60er-Jahren war bereits der Plan auf dem Tisch, eine Umgehungsstraße über den Säer nach Reudern zu machen. Dazu wurde die Grienbergbrücke gebaut und daran die Rümelinstraße angeschlossen. Aber dabei blieb es bis heute. Seit dieser Zeit werden die Anwohner der Rümelinstraße laufend vertröstet und immer mehr belastet. Durch die neue Straße über den Säer kam das erste Mal eine Entlastung für die Rümelinstraße, aber aufgrund einer kleinen, scheinbar besser organisierten Lobby von Anwohnern der Säerstraße wurde auch diese Entlastung wieder rückgängig gemacht. Dies ist schlichtweg eine Rücksichtslosigkeit gegenüber den Anwohnern der Rümelinstraße.

Das ganze Dilemma hat aber seinen Ursprung darin, dass die Stadt nicht weitblickend genug war, bereits vor Jahren einen Umgehungsplan aufzustellen beziehungsweise durchzuführen. Alle kleinen Ortschaften im Umkreis (siehe Beuren) sind in der Lage, durch Tunnellösungen den Verkehr aus dem Ort zu bringen. Warum kann die Stadt nicht ein Tunnelprojekt unter dem Säer hindurch bis hinter Reudern auf den Weg bringen? Hier würden alle Anwohner der Rümelinstraße, Säerstraße, Kirchheimer Straße und von Reudern partizipieren.

Eine Einführung von Tempo 30 in der Straße hat auch nur dann einen Sinn, wenn dies durch eine stationäre Radaranlage kontrolliert wird. Bisher brausen die Auto und auch die Lkws mit wesentlich höheren Geschwindigkeiten, vor allem auch bei Nacht, durch die Straße. Alle Maßnahmen, die in dieser Richtung beschlossen werden, können jedoch nur von begrenzter Dauer sein! Es muss eine Gesamtlösung für das Gebiet angestrebt werden, keine Flickschusterei!

Leserbriefe

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