Leserbriefe

Gerechtigkeit heißt Chancengleichheit

20.01.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Druschke, Oberboihingen. Zum Leitartikel „Wenn der Neid regiert“ vom 8. Januar. Herr Wehaus macht es sich zu einfach. Auch ihm dürfte bewusst sein, dass mit dem Begriff „Neid“ jeder Forderung nach Gerechtigkeit psychologisch der Boden entzogen wird. Niemand will „neidisch“ sein. Dies hat man in dieser Gesellschaft nicht zu sein und diejenigen, die soziale Gerechtigkeit fordern, sind nicht neidisch. Herr Wehaus will keine „soziale Gerechtigkeit“. Er will sicher auch nicht mehr eine „soziale Marktwirtschaft“. Er hat recht: wir haben nur noch Marktwirtschaft. Die Betonung des Sozialen in der Politik ist doch nur die Droge für das Stimmvolk. Dass die Bankenrettung mit Milliarden Euro den Schuldenberg gigantisch machte, verdrängt Herr Wehaus.

Gerechtigkeit herrscht, wenn Chancengleichheit sichergestellt wird und nicht nur danach „gestrebt“ wird. Für Herrn Wehaus ist sicher auch gerecht, wenn Putzfrau und Direktor den gleichen Pauschalbetrag für die Krankenversicherung zahlen. Dieser Leitartikel kann nur als Bewerbungsschreiben für den Posten eines Parteisprechers der FDP angesehen werden.

Leserbriefe

Gambia ist kein sicheres Herkunftsland

Sem Schade, Wendlingen. Zum Leserbrief „Einwanderer aus Afrika und Migrationspaket“ vom 6. Dezember. Herr Hummel hat das Gefühl, angelogen zu werden und ich würde hierfür gerne ein paar Anstöße setzen, da ich mich intensiv mit der politischen Lage in Gambia auseinandergesetzt habe.

Gambia…

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