Leserbriefe

Georg Elser würde sich im Grab umdrehen

12.11.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Maximilian Brunner, NT-Zizishausen. Zum Artikel „Beifall für geplante Preisverleihung an Dietrich Wagner“ vom 8. November. Alle zwei Jahre wird der Georg-Elser-Preis an Einzelpersonen wie dieses Jahr Dietrich Wagner verliehen. Ziel der Verleihung ist es, das Engagement derer zu würdigen, die sich gegen die „herrschende Gewalt“ in besonderem Maße zur Wehr setzen oder sich gesetzt haben. Wir erinnern uns, Dietrich Wagner ist einer der Blockierer des Schlossparks, der durch den Wasserwerfereinsatz am Schwarzen Donnerstag bleibende Schäden im Sinne einer Beinahe-Erblindung davongetragen hat. Die Begründung für die Verleihung, wie den Statuten zu entnehmen, ist eine Anerkennung für sein Handeln und seinen zivilen Ungehorsam gegenüber der Polizei.

Hier wird in einer entscheidenden Phase vor dem Volksentscheid grundlos emotionalisiert und willkürlich Personen zu Märtyrern gemacht, die an ihrer sicherlich sehr tragischen jetzigen Situation selbst schuld sind. Das beweisen Bildaufnahmen vom Polizeieinsatz. Zudem wird die Polizei und somit auch die damalige Regierung des Landes in die Tradition des Dritten Reiches gestellt. Ein politischer Stil, der jedweder Grundlage entbehrt. Eine vom Staat unterstützte Initiative stellt ebensolchen als totalitäres Regime dar. Die Jury der Münchner Initiative sollte sich möglicherweise nochmals darüber Gedanken machen, was Georg Elser mit seinem Handeln erreichen wollte, und ob ein Dietrich Wagner tatsächlich in seiner Tradition steht. Sollte dies jedoch geschehen sein, so kann ich den Geschichtskenntnissen der Initiatoren nur die gleiche Note geben wie dem Stil der S 21-Gegner: mangelhaft. Georg Elser würde sich im Grabe umdrehen.

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