Leserbriefe

Gemeinderat sollte für Transparenz sorgen

25.10.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Christine Bloehs, Kohlberg. Zum Artikel „Dicke Luft im Sitzungssaal“ vom 15. Oktober. Geheimverhandlungen im Gemeinderat und mit dem Schützenverein, keine Beteiligung der Kohlberger Bürger und weder Transparenz noch Offenheit – das ist der aktuelle Stand in der Diskussion um das Großkaliber-Schießen in Kohlberg.

Nur wenige Punkte möchte ich herausgreifen: Im aktuellen Gemeindeblatt heißt es, schon im September 2011 habe der Gemeinderat keine Entscheidung getroffen, „weil zuvor Vereine und Anwohner im Grund einbezogen werden sollten“ – stimmt das wirklich? Im Gemeinderatsprotokoll vom 16. September steht nur: „Bevor zu der geplanten Erweiterung der Schießzeiten eine Zustimmung erteilt werden könne, sollte mit den angrenzenden Vereinen (Tennis- und Kleintierzüchterverein) über die Problematik gesprochen werden.“

Von Anwohnern oder den Kohlberger Bürgern ist nicht die Rede. Und tatsächlich: Nur durch Zufall haben wir Wind von der Sache bekommen. Und erst nach einer Unterschriftenaktion und der Gründung eines bei einigen Gemeinderäten offensichtlich unbeliebten neuen Vereins wurde ein Runder Tisch einberufen.

Doch wie ging es weiter? Die für das Gemeindeblatt vorgesehenen Vereinsmitteilungen des Vereins Natur und Umwelt unterm Jusi werden nicht in der eingereichten Form veröffentlicht. In der Bürgerfragestunde werden die Fragen nicht beantwortet. Und in der Zeitung lesen wir nun: Es gibt ein mehrmonatiges Probeschießen. Die Kohlberger Bürger werden nicht nur von der Entscheidungsfindung ausgeschlossen. Es werden über die Köpfe der Betroffenen hinweg Entscheidungen in Hinterzimmern und nicht öffentlichen Sitzungen gefällt.

Ein Gemeinderatsmitglied betonte in der Sitzung am 12. Oktober, der Gemeinderat sei allen Kohlbergern verpflichtet. Wenn die Gemeinderäte diese Aussage ernst meinen, dann sollten sie die Kohlberger Bürger in die Entscheidungsfindung einbeziehen. Die Gemeinderäte sollten endlich für Offenheit sorgen und auch dafür, dass wir ein durch Sachverständige kontrolliertes Schießen unter voller Belastung hören können. Nur dann weiß jeder, was auf ihn zukommt. Niemand sollte verlangen, dass wir die Katze im Sack kaufen.

Leserbriefe

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