Leserbriefe

Gemeinderäte zweiter Klasse

20.02.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Michael Ebner, Nürtingen. Zum Artikel Hoheitswissen und erste Antworten von Boss vom 16. Februar. Der Gemeinderat der Stadt Nürtingen hat 41 Mitglieder. Dass er drei Stadträte erster Klasse und 38 Stadträte zweiter Klasse hat, war mir bisher nicht bekannt. Ich habe auch in der Gemeindeordnung nachgelesen, aber nichts über eine solche Rangordnung gefunden. Das hier gewählte Verfahren ist ein klarer Verstoß gegen die Gemeindeordnung, und das Schlimme daran ist, dass dies von drei Stadträten aktiv unterstützt wurde. Wir Wähler müssen also bei der nächsten Gemeinderatswahl genau überlegen, ob wir Gemeinderäte erster Klasse oder Gemeinderäte zweiter Klasse wählen. Ich bin gespannt, ob sich die Gemeinderäte zweiter Klasse diese Behandlung gefallen lassen. Eigentlich hätte dies eine Dienstaufsichtsbeschwerde verdient.

Zur Sache selbst ist nach der Erklärung des Vertreters der Firma Boss zu sagen, dass auf die Stadt und ihre Bewohner mehr Belastungen, vor allem Schwerlastverkehr, zukommen werden, da es sich bei dem geplanten Bauvorhaben ja nur um den ersten Bauabschnitt handelt. Allein beim ersten Bauabschnitt liegt die Belastung durch den Schwerlastverkehr unter der Woche um zirka 20 Prozent höher als von der Firma Boss angegeben, da an Sonn- und Feiertagen ja kein Schwerlastverkehr für solche Waren zulässig ist. Es wird hier wieder einmal die berühmte oder auch berüchtigte Salamitaktik gewählt.

Ich hoffe, dass nach allem, was bisher geschehen ist, die Gemeinderäte zweiter Klasse den Mut haben, das Verfahren zu stoppen. Der Stadt sind schon genug Kosten für die Voruntersuchungen entstanden, oder werden diese von der Firma Boss bezahlt?

Leserbriefe

Nürtingen für die Enkel und Urenkel

Reinmar Wipper, Nürtingen. Zum Artikel „Freie Wähler plädieren für Investorenwettbewerb am Neckar“ vom 20. Juli sowie einigen anderen Veröffentlichungen dieser Tag.

Ich gehe bald auf die achtzig zu. Sollen Weib, Kinder und Enkel sagen, am besten kommt der Alte gleich ins Heim? Denn wenn er…

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