Leserbriefe

Geldvernichtung im größten Stil?

11.11.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Maike Pfuderer, Stuttgart. Zum Artikel „Eine Jahrhundertchance für die Stadt“ vom 8. November. Nun ist also auch die Neinsagerseite in Nürtingen aufgewacht. Spät, aber nicht weniger aggressiv als an anderen Orten werden hier vermeintliche Wahrheiten verbreitet oder Sachverhalte nach eigenem Gusto dargestellt. Da ist zunächst der Alt-OB, der unseren Ministerpräsidenten richtig zitiert, aber die falschen Schlüsse zieht, guter Schienenverkehr im ganzen Land ist eben nur ohne Stuttgart 21 finanzierbar. Geldvernichtung im großen Stil wäre es, wenn nun zunächst froh und munter die 4,52 Milliarden bis zum Kostendeckel verbaut würden und die Bahn dann mit der Wahrheit herausrückt, dass dieser Betrag noch als ausreichend eingeplant war. Geldvernichtung im größten Stil. Der neugewählte MdL Kunzmann sieht in Stuttgart 21 ein wahres Wunderding, da wird der Regionalexpress aus Tübingen kommend gleich in verschiedene Richtungen durchgebunden, auf die Remsbahn bis nach Aalen und über das Neckartal über Heilbronn bis nach Mannheim. Das alles über die eingleisige Wendlinger Kurve und in verschiedene Himmelsrichtungen.

Ganz davon abgesehen ist in keinster Weise erhoben, wie viele Fahrgäste diese Durchbindung wirklich nutzen. Interessant ist auch, wie die Genossen Seeger und Hartmann die Linie der eigenen Landespartei ignorieren. Die Deckelung der Kosten ist einvernehmliche Linie der Landesregierung und steht so im Koalitionsvertrag. Herr Kunzmann, im Nürtinger Gemeinderat seit jeher sehr kostenbewusst, stößt in das gleiche Horn. Fassen wir doch die existierenden Erklärungen zusammen. Das Land erhöht seinen Anteil um keinen Cent über die Kostenvereinbarung hinaus, für den Bund hat Verkehrsminister Ramsauer dasselbe erklärt und die Deutsche Bahn AG ist als privatwirtschaftliches Unternehmen an die Wirtschaftlichkeit ihrer Investitionen gebunden. Drehen sich all die Protagonisten der Nürtinger Neinsager die Wahrheit zurecht? Höre ich gar beim CDU-Mann Kunzmann heraus, dass es seiner Partei schon länger bekannt ist, dass die derzeitigen Baukosten einfach nur schöngerechnet sind? Ich bin mir sehr sicher, dass am 27. November eine Mehrheit Ja zum Ausstieg sagen wird. Dieses Ja bedeutet dann auch Ja zu sinnvoll modernisiertem Schienenverkehr, der sich an den Kundenwünschen und nicht an den Möglichkeiten eines unterdimensionierten Kellerbahnhofs orientiert.

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