Leserbriefe

Gehen wir rosigen Zeiten entgegen?

10.08.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Helga Lorch, Köngen. Zum Leserbrief „Deutschland und die Gesellschaftsordnung“ vom 3. August. Endlich ist da jemand, der Zivilcourage zeigt und die Realität aufzeigt. Als die Flüchtlingspolitik vor circa vier Jahren nicht nur Säbelrasseln war, aber die deutsche Kanzlerin Merkel sich solidarisch mit keep smiling in Pose mit einem Flüchtling präsentierte und noch kurz darauf verkündete, das Problem „Wir schaffen das“. Und vor etlichen Wochen noch einmal in einer Pressekonferenz im Zusammenhang mit den gravierenden Anschlägen in Frankreich, Würzburg, München und Reutlingen bleibt es nicht beim Säbelrasseln, sondern nach der Meinung von Kanzlerin Merkel: „Wir schaffen das“. Was schaffen wir alles, immer noch, und weiterhin? Wir haben’s geschafft, nach dem verlorenen Zweiten Weltkrieg und nach dessen Ende am 8. Mai 1945 zum Wiederaufbau von Deutschland – nicht nur die „Trümmerfrauen“ zunächst als Gastarbeiter für unsere deutsche Wirtschafts-Industrie die italienischen Gastarbeiter zu holen. Danach kamen dann die Türken hinzu. Um in Deutschland arbeiten zu können, war damals eine amtliche Aufenthaltserlaubnis und eine amtliche Arbeitserlaubnis als Vorlage beim Arbeitgeber erforderlich. Zwischenzeitlich und heute haben wir drei Millionen Türken in Deutschland, ohne und mit Kopftuch. Als der jugoslawische Staatspräsident Marschall Tito das Zeitliche segnete, zerfiel Jugoslawien in verschiedene Bundesstaaten – Slowenien, Kroatien, Serbien und so weiter – und auch die Jugoslawen reisten ein. Als die Sowjetunion zerfiel, gab es diese Großmacht nicht mehr. Auch die Sowjetbürger kamen. Zwischendurch hatte Deutschland auch noch Ost und West, geteilt durch die „Mauer“. Im August 1980 stand sie noch. Damals hatte ich mit den Devisen der Ost-Mark zu tun. Die Mauer fiel im Jahre 1989.

Was haben wir alles geschafft! Im Lauf der Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg sind wir uneingeschränkt international geworden. Und nun, nicht erst seit vier Jahren, das katastrophale Flüchtlingsdrama in ganz Europa. Wo soll dies noch hinführen? Die deutsche Politik ist aufgefordert und gefordert in Kooperation mit den Europäern, das derzeitige Flüchtlingsdrama zu beenden.

Es geht ja außerdem noch um die Finanzmiseren einzelner EU-Staaten, wie zum Beispiel Griechenland. Oder hat der deutsche Bundesfinanzminister gut lachen über die sprudelnden derzeitigen Steuereinnahmen? Und gehen wir etwa rosigen Zeiten entgegen? Ich glaube nicht.

Leserbriefe

Nicht nur gegen die AfD demonstrieren

Eugen Wahl, Nürtingen. Zum Artikel „Ein Austausch um jeden Preis?“ vom 8. Dezember. Es hat sage und schreibe anderthalb Jahre gedauert, bis der Fachrat für Interkulturelle Zusammenarbeit (FIZ) endlich zur Kenntnis genommen hat, dass der vom Oberbürgermeister, dem Integrationsbeauftragten, dem…

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