Leserbriefe

Gegen das Einfamilienhaus

17.06.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Günther Kretzschmar, Beuren. Zum Artikel „Die Nachfrage nach hochwertigen Wohnungen wächst“ vom 5. Juni. Die Feststellungen, welche Rotraut Weeber trifft, sind dank teilweise schlechter Bauplanung bezüglich Mehrfamilienhäusern und ihres Umfelds richtig. Dieses Urteil gilt jedoch nicht für Baugruppen im Sinne von Mehrgenerationenwohnen. Der Vorteil von Reihenhäusern besteht im sparsamen Umgang mit Land- und Außenwandanteilen. Wenn jedoch (und dies ist oft der Fall) nur noch ein älterer Mensch oft über Jahrzehnte im Reihenhaus klarkommen muss, sieht die Sache anders aus!

Zum ebenfalls von Rotraut Weeber gelobten Einfamilienhaus: es verbraucht die meisten Baumittel, Land und Straßenanteile. Freiräume für Kinder sind die Ausnahme. Viel heiliges Blech bevölkert die Straßen, ausgenommen Wendeplatten bei Sackgassen. In einem anderen Bericht „Von der Großstadt in die Pampa“ in der NZ vom 26. Mai teilt eine Dreigenerationenfamilie mit, dass sie in die „Pampa“ gezogen ist, um „Ruhe“ zu haben; sie räumen ein, alle mit Autos zur Arbeit zu fahren! Dies machen viele seit Jahren, machen sich vom Auto total abhängig. Einkauf, Arbeit, Spaß (der Schreiber dieser Zeilen schließt sich hier nicht aus). Mit dem Stichwort „Auto“ sind wir endgültig beim Öl gelandet – noch lange nicht beim Elektromobil, was letztlich auch nur eine Notlösung sein wird. Die waghalsige Förderung (nicht nur im Golf von Mexiko) zeigt einen bedeutungsvollen Engpass dieses „wertvollen“ Rohstoffs! Und da bauen wir immer noch Pkw-verkehrsfördernde Einfamilienhäuser und dies oft in die Zentren unserer Dörfer, in denen Verdichtung angesagt sein sollte. Ein Beispiel: Die CDU in Baden-Württemberg tritt in ihren Werbebroschüren seit einigen Jahrzehnten für „Landsparen“ ein, „fördert“ zugleich mit dem Wirtschaftsministerium Einfamilienhausbauweise und die LBBW tritt genau hier als Investor auf! Alles o. k.?

Leserbriefe

Wir brauchen Parteien, die Mut machen

Patrik Müller, Beuren. Zum Artikel „Die DNA der früheren CDU“ vom 15. September. Frau Kosova kann man zu ihrer gelungenen Integration in Deutschland nur gratulieren. Ich kann allerdings überhaupt nicht nachvollziehen, wie sich eine aus Usbekistan stammende Frau mit jüdischen Wurzeln, die in…

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