Leserbriefe

Gefahren für Radler bleiben

12.09.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bärbel Heß, Nürtingen. Sind Fußgänger und Radfahrer Bürger zweiter Klasse? Man könnte fast zu dieser Meinung kommen, wenn man auf die Sanierung der beiden Straßen Eichenweg und Buchenweg am Lerchenberg zurückblickt, die in den letzten Wochen stattfand. Für die Autofahrer wurde alles tip-top hergerichtet. Nachdem die Kanal- und Kabelarbeiten fertiggestellt waren, wurde ein neuer Straßenbelag aufgebracht, sodass die Straße jetzt wieder tadellos in Ordnung ist.

Nicht so für Fußgänger und Radfahrer. Der Straßenbelag des Übergangs vom Eichenweg zur Fußgängerunterführung beziehungsweise zur Dammstraße musste für die Sanierungsarbreiten abgefräst werden. Bis 4. September waren die Bauarbeiter mit den Straßenarbeiten beschäftigt. Dann sind sie abgezogen und haben alle Maschinen und Ausrüstungen mitgenommen, obgleich sich der erwähnte Übergang in einem schlechteren Zustand befindet als vor den Bauarbeiten. Die Bruchkanten des alten Belages stehen über die gesamte Breite circa drei Zentimeter über der Asphaltschicht

Auf telefonische Rückfrage beim Tiefbauamt wurde mir erklärt, dass die restlichen Asphaltarbeiten „schon noch“ erledigt werden. Einen Termin könnte man mir nicht nennen, weil die Bauarbeiter jetzt auf einer anderen Baustelle tätig sind. Mein Einwand, dass die scharfen Kanten gefährliche Stolperfallen sind, wurde abgewiegelt: alles halb so schlimm. Und mein Hinweis, dass nächste Woche die Schule beginnt und Dutzende Schüler den Weg mit dem Fahrrad zurücklegen und dabei ihre Reifen beschädigen, wurde als übertrieben betrachtet.

Ich empfinde es als Zumutung, dass eine Behörde eine so nachlässige Arbeit einfach hinnimmt. Wir Anwohner haben wochenlang Baustellenlärm und Schmutz, Umwege durch Sperrung der Zufahrt zu den privaten Garagen und Stellplätzen und Beschlagnahme öffentlicher Parkplätze (die übrigens jetzt noch andauert) hingenommen. Dafür dürfen wir aber wohl erwarten, dass die Arbeiten – deren Bezahlung aus Steuermitteln erfolgt – komplett und zur Zufriedenheit aller Anwohner erledigt werden. Wenn wir Pech haben, verschieben sich die Restarbeiten auf den Sankt Nimmerleinstag. Hoffentlich überlegt sich das Tiefbauamt genau, ob es dieser Firma noch einmal einen Auftrag erteilt.

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