Leserbriefe

Gefährliche Begegnungen

06.10.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bernd Kuhn, Frickenhausen. Zum Artikel „Am Gas kann in Zukunft etwas gespart werden“ vom 29. September. Im Bericht von der jüngsten Gemeinderatssitzung in Frickenhausen wird unter anderem Bürgermeister Blessing zum Thema Radweg entlang der Kreisstraße zwischen Frickenhausen und Tischardt zitiert: „Es gibt dort einen so genannten Radfahrangebotsstreifen. Die gestrichelte Linie sei gerade ,in‘ so Blessing. Autos dürfen diese Linie nur überfahren wenn sie dazu gezwungen werden. Man nützt als Autofahrer also die Straßenmitte, bis Gegenverkehr kommt.“

Ich fahre diese Strecke mehrmals in der Woche. Genau diese Begegnungen sind des Öfteren an dieser Stelle zu beobachten und führen zu Gefährdungen des Richtung Tischardt fahrenden Gegenverkehrs, da viele der ortseinwärts fahrenden Verkehrsteilnehmer sich nicht getrauen, den Streifen zu überfahren. So kommt es immer wieder zu heiklen Situationen.

Grundsätzlich dürfen Fahrzeuge diesen Schutzstreifen „bei Bedarf“ überfahren – das heißt, für Ausweichbewegungen im Begegnungsverkehr kann der Schutzstreifen durch den Kraftfahrzeugverkehr mitbenutzt werden, wenn auch unter besonderer Vorsicht.

Die Abmarkierung solcher Schutzstreifen setzt deshalb aus Gründen der Verkehrssicherheit voraus, dass sich solche Ausweichvorgänge auf eher seltene Fälle beschränken.

Dies ist an dieser Stelle nicht der Fall, denn bei jedem Begegnungsverkehr auf dieser Straße mit hohem Verkehrsaufkommen muss der Schutzstreifen überfahren werden, um den Gegenverkehr nicht zu behindern oder gar zu gefährden. Eine Gefährdung von Radfahrern ist dabei auszuschließen!

Ich bezweifle, ob das in jeder Situation gelingt und sehe den Radfahrangebotsstreifen an dieser Stelle, auch wenn es gerade (so der Bürgermeister) „in“ ist, sehr kritisch und mit einem hohen Unfallrisiko versehen. Wenn erst einmal ein Unfall geschieht, ist der Aufschrei in der Bevölkerung groß. Alle haben es dann gewusst.

Ich kann nur an die Verantwortlichen appellieren: „Bauen Sie diesen Schildbürgerstreich zum Schutze aller Verkehrsteilnehmer wieder zurück, bevor ein schwerer Unfall passiert“. Wir alle wissen: Was heute „in“ ist, kann morgen schon „out“ sein. Der Radfahrangebotsstreifen an dieser Stelle ist ein „No-Go“, um den Sprachgebrauch von Bürgermeister Blessing zu verwenden.

Leserbriefe

Die Radwegplanung nochmals überdenken

Jochen Krohmer, Unterensingen. Zum Artikel „Grünes Licht für Unterensinger Radweg“ vom 6. Juli. Vorneweg möchte ich begrüßen, dass unsere Gemeinde und der Kreis den Hochwasserschutz nicht vernachlässigen und nun auch den stark in die Jahre gekommenen Radweg sanieren. Die Vorverlegung an die…

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