Leserbriefe

Gambier-Glück in Frickenhausen

20.04.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Klaus Hoffmeister, Frickenhausen. Zum Artikel „Es ist ein teures, menschenunwürdiges Karussell“ vom 9. April. Nürtinger Zeitung zeichnet ein fast idyllisches Bild vom Glück der 62 Gambier in Frickenhausen. Freundliche Leute aus dem Täle helfen den Schwarzafrikanern, kleiden sie ein, verhelfen ihnen zu Smartphone & Co. zu Fahrrädern und einer vorbildlichen Unterkunft. Nur die deutschen Polizeibeamten stören – vom Fernsehen dramatisch in Szene gesetzt – das schöne Bild, weil vier dieser Asyl-Migranten gemäß gültiger Gesetze nach Italien zurückgeführt wurden. So als wäre Italien ein Schurkenstaat.

Von den rund 1,3 Millionen Asyl-Einwanderern, die 2015 nach Deutschland kamen, haben maximal 3 Prozent einen Anspruch auf Bleiberecht. Die anderen müssen zu Lasten des Steuerzahlers jahrelang versorgt werden. Die Gemeinden stöhnen unter den finanziellen Aufwendungen. Wichtige kommunale Aufgaben können nicht mehr erbracht werden, der Personalaufwand in den Behörden wächst und die Schulden ebenso. Frickenhausen war Jahrzehnte lang eine schuldenfreie Gemeinde!

Das alles ist dem Frickenhäuser „Arbeitskreis Integration“ ebenso fremd wie die Tatsache, dass eine wirkliche Eingliederung dieser Afrikaner, die zum Teil weder lesen noch schreiben können, eine völlige Illusion ist. Heute stehen 30,8 Millionen Menschen in Deutschland in einem Arbeitsverhältnis. In rund 15 Jahren werden es nach Erkenntnissen von Wirtschafts-Sachverständigen nur noch etwa 20 Millionen sein. Der Wegfall von 10 Millionen Arbeitsplätzen betrifft dabei vorwiegend den Niedriglohnsektor, also von angelernten oder ungelernten Arbeitskräften.

Unsere Zukunft liegt bei fähigen, gut ausgebildeten Fachkräften. Nur so kann Deutschland seine zig Euro-Milliarden an andere EU-Staaten und für die Entwicklungshilfe zahlen. Auch Gambia erhält Jahr für Jahr Entwicklungshilfe. Wenn die nicht bei den Bürger dort ankommt, dann ist das ein rein afrikanisches und kein deutsches Problem.

Hierzulande lebt fast jeder zweite alte Mensch in Armut. Hierzulande gibt’s seit Jahren viele Bedürftige, denen keine Leistungen zufließen wie den Asylmigranten. Wäre es nicht eine naheliegende Aufgabe sich erst einmal der Not der eigenen Landsleute anzunehmen, als Leute zu päppeln, die nie hier heimisch werden können?

Wovon kaum gesprochen wird: In Syrien wurden zehntausende Christen von der IS und anderen fanatischen Gruppen vertrieben. Das Skandalöse, sie werden auch in Deutschland von Muslimen angegriffen und müssen um ihr Leben fürchten. Unsere Gemeinde wäre gut beraten, die vorhandenen Unterkünfte für diese wirklich Verfolgten freizumachen.

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