Leserbriefe

Für Gewerbegebiet Bedarf vorhanden?

11.11.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gerhard Jakob, Neckartenzlingen. Zum Artikel „Metzinger Straße ist Favorit“ vom 19. Oktober. Bürgermeisterin Gollert gab Informationen zu einem Vorentwurf für den Kreisverkehr mit der späteren Option, das Gewerbegebiet Weidach über diesen Kreisverkehr durch einen zusätzlichen Arm zu erschließen. Mit diesen Worten informierte die Verwaltungsspitze von Neckartenzlingen die Bürger über ein kleines, gänzlich nebensächliches Bauvorhaben am Rande der Gemarkungsgrenze.

Wie zu hören ist, ging der Anstoß zum Bau des Kreisverkehrs vom Autohaus Wurst aus Bempflingen aus. Die Firma wünscht sich einen weiteren Zugang und soll deshalb den Bau des Kreisverkehrs angeregt haben. Für Neckartenzlingen ein Geschenk des Himmels, ein wahrhafter Deus ex machina, aber nur für jene Neckartenzlinger Kommunalpolitiker, die schon immer mehr oder weniger heimlich auf die endliche Durchsetzung des jahrzehntealten Beschlusses gehofft haben, das Gebiet Weidach als Gewerbegebiet durchzusetzen.

Dieser Beschluss ist schon mehrere Jahrzehnte alt, sodass sich die wenigsten Neckartenzlinger Bürger überhaupt noch daran erinnern können. Daher der Hinweis: Es handelt sich um die Wiese, die zwischen den Gemarkungen von Neckartenzlingen und Bempflingen noch unbebaut ist, jene Wiese jenseits der Firma Adler.

Der seinerzeitige Beschluss ist zwar rechtskräftig und in einem Rechtsstaat darf und sollte damit gerechnet werden, dass daran nicht mehr gerüttelt wird. Wie ist es aber mit einem Beschluss, der mehr als eine Generation lang nicht umgesetzt wurde? Darf man da nicht daran zweifeln, ob der Bedarf überhaupt vorhanden ist?

Und noch eines: Auch die Gemeinde Bempflingen trennt nur noch eine mehr oder weniger große Freifläche von ihrer Nachbargemeinde Riederich; es handelt sich um die Obere Au. Auch dieses Gebiet ist für eine Bebauung vorgesehen. Werden also diese Pläne verwirklicht, dann haben wir im unteren Ermstal einen ununterbrochenen Siedlungsbrei von 15 Kilometern Länge zwischen Neckartenzlingen und Neuhausen/Erms.

Leserbriefe

Überhört Herr Grabitz kritische Stimmen?

Kai Hansen, Nürtingen. Zum Artikel „EU droht Milliardenklage wegen Pflanzenschutzmittels“ vom 11. November. Der Journalist Markus Grabitz gewährt dem weltgrößten Glyphosat-Hersteller Monsanto auf Seite eins der Wochenendausgabe der Nürtinger Zeitung eine prominente Bühne und betreibt zudem deren…

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