Leserbriefe

Für den Erhalt der Johanneskirche

14.09.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Christiane Zirn, Wendlingen. Mit großem Interesse verfolge ich die Leserbriefe und Meinungen, die für einen Erhalt der Johanneskirche plädieren. Die Kirche ist nicht nur ein städtebauliches Kleinod, sondern bildet mit Bücherei, Rathaus, Post eine kostbare Stadtmitte, die eine gelungene Einheit darstellt. Im Inneren strahlt sie eine wohltuende, helle Atmosphäre aus und bietet Raum für verschiedene Veranstaltungen. Sie ist wunderbar geeignet für besondere Anlässe. Besonders für die beliebten Horizonte-Gottesdienste ist der große Altarraum bestens geeignet. Störend werden auch moderne Geräte wie Lautsprecher und Scheinwerfer nicht empfunden, da sie sich in die modern wirkende Bauart der Kirche harmonisch einfügen.

Auch haben wir eine erstklassige Orgel, für deren Einbau unser damaliger Pfarrer Fleck und dessen Mitarbeiter von Haus zu Haus gingen, um für die finanzielle Unterstützung zu werben. Zur Intonierung hielt sich der Orgelbauer, der Kirchenmusikdirektor Professor Helmut Bornefeld, eine Woche in Wendlingen auf, um jede Pfeife selbst zu stimmen und zu prüfen. Die Orgel ist eine Besonderheit mit einer gewaltigen Klangfülle, die für die Johanneskirche gebaut wurde und die dort ihre geballte Macht entfaltet. Die Kirche befindet sich noch in einem guten baulichen Zustand. Sie sollte unbedingt als Wahrzeichen der Stadt und als die geistige Heimat der Vertriebenen des Zweiten Weltkrieges und für die Neubürger erhalten bleiben.

Gerade die Vertriebenen haben mit sehr großem Engagement und Einsatz aller Kräfte geholfen, dass diese Kirche überhaupt gebaut werden konnte. Auch sie sind von Haus zu Haus gegangen, um Spenden für den Bau zu erbitten. Sie haben sich voll für „ihre Kirche“ eingesetzt und auch über Jahre die Putzarbeiten übernommen um Kosten zu sparen. Als es darum ging, Glocken für den Turm anzuschaffen, haben die damaligen Heimatvertriebenen das Geld für eine von vier Glocken gestiftet. Der Glockenturm „Campanile“ bildet den Übergang zum Stadtzentrum wie ein erhobener Finger Gottes.

Dann sind noch die Kirchenfenster zu erwähnen. Im Jahre 1989 wurden sie für die Johanneskirche von dem Künstler Michael Münzer entworfen. Die Fenster nehmen Bezug auf das Johannesevangelium, da ja die Kirche den Namen des Apostels Johannes trägt. Erwähnen möchte ich noch, dass wir mit unserer Katholischen Kirchengemeinde regen Kontakt pflegen. Ich erinnere mich, dass als vor vier Jahren die Kirche St. Kolumban wegen eines Brandschadens restauriert werden musste, die Katholiken eine Zeit lang ihre Gottesdienste in der Johanneskirche abgehalten haben. Auch das hat die Ökumene in unserer Stadt gefördert. Gemeinsam mit anderen „empörten“ Gemeindemitgliedern könnten wir vielleicht erreichen, dass der Abriss neu überdacht wird.

Leserbriefe

Gar kein großartiges Bahnprojekt

Klaus-Dieter Tempel, NT-Neckarhausen. Zum Artikel „Nach Wandas Taufe beginnt die Arbeit“, vom 7. Oktober. Mit großer Begeisterung der regionalen Prominenz wurden am Albvorlandtunnel die Bohrmaschinen getauft. Die Wendlinger Geistlichkeit beider großen Konfessionen hat sich für diesen Missbrauch…

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