Leserbriefe

Fühlen uns hintergangen

26.02.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gaby Eberspächer, Frickenhausen. Zum Leitartikel Firmen wollen auf Subventionen verzichten und zum Tagesthema Enttarnt vom 1. Februar. In jedem Wahlkampf versprechen die Politiker, etwas gegen die Bildungsmisere zu unternehmen. Alle wollen, dass sich die deutschen Schüler in der Pisa-Studie verbessern und somit eine bessere Bildung bekommen. Dabei bedenkt keiner die vielen Lehrerausfälle, von denen nicht einmal die Hälfte sinnvoll vertreten wird. Die Ursachen liegen ganz klar auf der Hand. Die Regierung hat kein Geld, um mehr Lehrer einzustellen oder unsere Bildung zu fördern. Aber es wird eine Abhilfe in Sicht gestellt. Denn die IHK verzichtet freiwillig auf ihre Zuschüsse vom Staat, damit die Regierung das Geld, das sie von den Firmen zurückbekommt, in die Bildung investieren kann. Aber was macht unsere Regierung? Jetzt, da Geld da wäre, um die Schulen mit mehr Lehrern zu unterstützen, und somit mehr Angebote mit vielleicht kleineren Klassen, um einen größeren Lernerfolg zu ermöglichen, wird das Geld abgelehnt. Die Politiker schränken sich erst mal auf Gespräche ein. Das wirft die Frage auf, ob die Politiker unsere Bildung überhaupt fördern möchten, oder ob es ihnen nur um das Ansehen, das sie mit dem Verteilen von den Subventionen bekommen, geht. Wie fühlt sich ein demokratisch denkender Mann, wenn er so etwas liest? Hintergangen, denn man erwartet eigentlich, dass sich die Politiker mit großer Freude darüber freuen, dass sie jetzt endlich ihr Versprechen vom Wahlkampf einlösen könnten und in die Bildung investieren können. Aber in Wirklichkeit ist das Ganze ein Skandal und die Firmen sind eigentlich am Ende diejenigen, die am schlechtesten dastehen. Denn diese verzichten auf ihre Subventionen, um der Bildung bessere Chancen zu ermöglichen, denn am Ende profitieren sie ja auch, wenn sie besser ausgebildete Angestellte bekommen. Da nützten dann die größten Subventionen nichts, wenn sie keine Fachkräfte bekommen, die sie händeringend benötigen. Deshalb brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn die Firmen ins Ausland gehen. Man sollte deshalb an den nächsten Wahlen nicht wählen gehen, um den Politikern zu zeigen, dass wir ihren (leeren) Versprechungen nicht mehr glauben, denn diese wollen sie ja eigentlich gar nicht einlösen.

Leserbriefe

Nicht nur gegen die AfD demonstrieren

Eugen Wahl, Nürtingen. Zum Artikel „Ein Austausch um jeden Preis?“ vom 8. Dezember. Es hat sage und schreibe anderthalb Jahre gedauert, bis der Fachrat für Interkulturelle Zusammenarbeit (FIZ) endlich zur Kenntnis genommen hat, dass der vom Oberbürgermeister, dem Integrationsbeauftragten, dem…

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