Leserbriefe

Freibad: Fragwürdige Sparpolitik

01.03.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Martina Mang, Wendlingen. Zum Artikel „Neue Geldwertkarten öffnen den Weg ins Freibad“ vom Februar. Jahreskarten für Kinder und Jugendliche kosten ab diesem Jahr 50 Euro, im Vorjahr waren es noch 35 Euro! Während eine Familie mit drei Kindern letztes Jahr im Rahmen der Familienjahreskartenregelung für die Karten der Kinder 87 Euro auf den Tisch legen musste, sind es jetzt satte 150 Euro! Bei vier Kindern wäre es bei 87 Euro geblieben, jetzt sind es 200 Euro. Im Artikel werden zwar mögliche Ermäßigungen im Rahmen eines Sozialpasses erwähnt, ich bezweifle jedoch, dass jede Wendlinger Familie in den Genuss dieser Vergünstigungen kommen wird. Dass es nur noch für Kinder und Jugendliche Jahreskarten gibt, kann ich nicht nachvollziehen. Kaum eine Mutter wird ihr gerade mal sechs Jahre altes Kind (das ja zahlungspflichtig und jahreskartenberechtigt ist) allein ins Freibad gehen lassen! Hier wurde fragwürdige Sparpolitik auf Kosten von Familien und Kindern betrieben. Auch die vielen Nutzer der Frühbadestunden und Berufstätige, die nach Feierabend nur für eine knappe Stunde Erholung im kühlen Nass suchen, leiden unter der neuen Kostenstruktur.

Viele Eltern haben das Freibad auch an Tagen, an denen kein richtiges Freibadwetter herrschte, oder auch mal am Spätnachmittag nach Mittagsschule und Hausaufgaben besucht, denn die Kinder hatten auf alle Fälle ihren Spaß und mit einer Jahreskarte spielte die Dauer eines Besuchs schließlich keine Rolle. Jetzt, wo jedes Mal, zumindest für die erwachsene Begleitperson, der volle Eintritt fällig wird, werden viele wohl auf Kurzbesuche im Wendlinger Freibad verzichten. Ich bin davon überzeugt, dass man sich mit der neuen Entgeltstruktur keinen Gefallen tun wird. Besucher werden aus Kostengründen ganz ausbleiben, auf kurze Aufenthalte im Freibad verzichten und an wolkigen Tagen werden auch diejenigen, die sonst trotzdem gekommen sind, doch lieber nur ein Buch auf der Terrasse lesen.

Leserbriefe

Friedens-Nobelpreis gegen Atombomben

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „Der Appell“ vom 7. Oktober. Es kommt selten vor, dass ein Kommentar von Wolfgang Molitor in der Nürtinger Zeitung Zustimmung finden kann, aber diesmal hat er mit Recht den Friedensnobelpreis gelobt, den die „Internationale Kampagne zur Abschaffung von…

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