Leserbriefe

Frau Merkels neue Mutmacherparole

10.09.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Lydia Hofstadt, Erkenbrechtsweiler. Zum Artikel „Merkels neue Mutmach-Parole – Kanzlerin geht im Bundestag auf massive Kritik ein und skizziert ihr Bild von Deutschland“ vom 8. September. Und zum Leserbrief „Deutsch-türkische Geschichte“ vom 10. August. Frau Merkel erkennt, genau wie bei ihrer gebetsmühlenartigen ständig wiederholten „Wir schaffen das“-Parole auch hier nicht, dass Deutschland nicht mehr Deutschland ist, dazu ist zu viel verloren gegangen.

Man fragt sich bei Frau Merkel wer mit dem wir gemeint ist und wie das geschafft werden soll. Eine Erklärung darüber und Lösungsmöglichkeiten wurden bisher nicht geliefert, es wird nur gefordert. In ihrer grenzenlosen Arroganz haben Politiker übersehen, dass ihre Wähler mündige Bürger sind, die sich nicht für dumm verkaufen lassen und einen klaren Verstand haben. Inzwischen wurde ja wenigstens erkannt, dass der Facharbeitermangel nicht mit Flüchtlingen ausgeglichen werden kann und dass die Kosten aus dem Ruder laufen.

Im September 2015 wurden die Kosten für Flüchtlinge auf rund 5,8 Milliarden Euro geschätzt, für 2016 rechnete man mit 9,2 Milliarden Euro. Heute im September 2016 rechnet das Bundesamt mit 16,7 Milliarden Euro und die weiteren Voraussagen bis 2020 schwanken zwischen 93,6 und 400 Milliarden und da ist die Familienzusammenführung die Frau Göring-Eckardt fordert noch nicht berücksichtigt (das werden weitere zwei bis drei Millionen Menschen sein, die zu uns kommen).

Professor Sinn, Wirtschaftswissenschaftler, nennt die Kosten, die noch auf Deutschland zukommen, gigantisch. Und da wundern sich diese Politiker darüber, dass das Volk nicht mehr hinter diesen Volksvertretern steht. Es wurde sehr wohl erkannt , dass die Rentenerhöhung nur zur Beruhigung der Unzufriedenheit beschlossen wurde, nachdem man in den vergangenen Jahren vier Nullrunden durchgestanden hatte. So gibt es noch viele Baustellen, deren man sich plötzlich vor der Wahl erinnert und die man schnell noch flicken will. So wird mit dem deutschen Volk umgegangen und so wird es für dumm verkauft. Armes Deutschland.

Professor Dr. Beate Steinhilber möchte ich noch auf ihren Leserbrief antworten. Ich bin 1934 geboren und habe das Anwerbeabkommen mit der Türkei mit den Folgen erlebt, ich musste nicht im Internet recherchieren.

Leserbriefe

Nahverkehrsabgabe statt Schwarzfahren

Erwin Sass, Nürtingen. Zum Artikel „Schwarzfahrer – Sperren nicht umsetzbar“ vom 19. Oktober. Eine einfache Lösung wäre zum Beispiel den Solidaritätszuschlag abzuschaffen, stattdessen eine Art Nahverkehrsabgabe einzuführen, die dann auch jeder zahlen muss (auch die Schwarzfahrer) ob er will oder…

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