Leserbriefe

Folgen von Merkels „Wir schaffen das“

07.03.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Lydia Hofstadt, Erkenbrechtsweiler. Zum Artikel „De Maizière drückt bei Rückführung aufs Tempo“ vom 23. Februar. Viele Zuwanderer ohne Bleibeperspektive, die oft länger als ein Jahr hier leben und sich berechtigte Hoffnung auf ein besseres Leben gemacht haben, werden nun rigoros abgeschoben. Diese lange Wartezeit, um dann doch abgeschoben zu werden, finde ich grausam. Bei jedem Auslandsbesuch unserer Politiker wurde propagiert, Deutschland ist Einwanderungsland, Deutschland braucht Arbeitskräfte und Facharbeiter. Und sie kamen in Scharen, nicht nur Flüchtlinge und Verfolgte, sondern viele aus Ländern mit hoher Arbeits- und Perspektivlosigkeit. Gehofft hatte man fehlende Arbeitskräfte und Facharbeiter zu finden, dabei hatte man übersehen, dass dazu meist die wichtigsten Voraussetzungen, nämlich Sprachkenntnisse und entsprechende Ausbildungen fehlten.

Die Aussage „Deutschland ist Einwanderungsland“ kann mit Merkels „Wir schaffen das“ gleichgesetzt werden. Wir, das Volk, wurden einfach vor vollendete Tatsachen gestellt und müssen nun das Ganze stemmen. Man war völlig unvorbereitet auf den Ansturm so vieler Menschen aus fremden Kulturkreisen, ohne deutsche Sprachkenntnisse, Unterkünfte fehlten und sie mussten mit allem Lebensnotwendigen versorgt werden. Was wäre gewesen, wenn sich nicht so viele freiwillige Helfer um die Ankommenden gekümmert hätten?

Ja und nun, die Geister, die er rief, die wird er nicht mehr los und es stehen Wahlen bevor. Jetzt drückt man bei der Rückführung aufs Tempo und das ist auch wieder so ein Schnellschuss. Das alles hätte anders laufen müssen, aber dazu fehlt unseren Politikern die Weitsicht. In Bayern hatte man schon immer eine Obergrenze bei der Aufnahme gefordert, das hätte ich wesentlich humaner gefunden. Fehler einzugestehen ist sehr schwer und es wurden viele gemacht. Auch dauert alles endlos lange.

Da wird seit 2015 die Fussilet-Moschee in Berlin beobachtet und diskutiert, diese zu schließen. Und als man endlich ausdiskutiert hatte und zur Tat schritt, waren die Vögel längst ausgeflogen und untergetaucht. Dafür will man jetzt Gefährder mehr als 14 Tage in Haft nehmen. Ja warum denn das, warum werden diese nicht sofort in ihre Herkunftsländer abgeschoben? Ich bin dafür, dass unbedingt wieder Grenzkontrollen eingeführt werden, damit man weiß, wer in unser Land kommt, denn es werden nicht nur Flüchtlinge aus Syrien kommen, sondern auch viele Türken, die in ihrem Land verfolgt werden, wir werden auch eine Zuwanderung aus der Ukraine erleben, nachdem dort die Visumpflicht abgeschafft wurde.

Leserbriefe

Expertenwissen oder Menschenverstand?

Rudolf Pfaff, Wendlingen. Zum Artikel „Eidechsenexperte hält Umsiedlung für schwierig“ vom 11. August. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen – die umgesiedelten Eidechsen sind nach einem Jahr verschwunden. Diese undankbaren Wesen verschmähen offenbar die vom BUND für sie eigens…

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