Leserbriefe

Flüchtlingsunterkunft in Unterensingen

29.10.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Klaus Peter Ehrlich, Unterensingen. Die in den letzten Wochen von Bürgern am Bauzaun für die Flüchtlingsunterkunft Unterensingen angebrachten Zettel spiegeln das Meinungsbild vieler stark verunsicherter Bürger von Unterensingen sachlich und ohne Polemik über die gescheiterte Asylpolitik des Bundes und der Länder wider. Weiterhin wurde der durch die Verwaltung von Unterensingen mehrheitlich beschlossene Standort der Flüchtlingsaufnahmeunterkunft vor allem von den direkt betroffenen Anwohner sachlich kritisiert. Diese Bürger sind direkt betroffen, vor allem dann, wenn man die Berichte in den Medien verfolgt. Auf den Wertverlust vieler Objekte fiktiv oder bei Verkauf in diesem Gebiet soll nicht näher eingegangen werden. Um diese Probleme im Vorfeld zu minimieren, wäre die Wahl eines anderen Standortes in Unterensingen verantwortungsvoll und umsetzbar gewesen (siehe zum Beispiel Wendlingen oder den geplanten Neubau in Oberboihingen).

Leider wurden diese Zettel – durch wen auch immer – relativ kurzfristig entfernt. Diese Reaktion zeigt deutlich, wie die oben aufgeführten Missstände unsere Gesellschaft spalten können. Im Übrigen hat das Entfernen der Zettel mit einem modernen Demokratieverständnis wenig zu tun. Unser Land muss so etwas verkraften.

Der unkontrollierte Flüchtlingszustrom hat zur Folge, das die Menschen aus echten Krisengebieten nicht mehr menschenwürdig versorgt und untergebracht werden können. Auch das ist die Folge der gescheiterten Asylpolitik unserer gewählten Volksvertreter. Wer kümmert sich um die Teile unserer Bevölkerung, die schon seit Langem am Rande der Gesellschaft stehen? Viele von diesen Mitbürgern haben schließlich dafür gesorgt, dass unser Land so gut dasteht und erst deshalb viele Flüchtlinge unter großem finanziellen Aufwand aufgenommen werden können.

Und es gibt die stark benachteiligten Berufsgruppen wie zum Beispiel Sozialarbeiter, Krankenschwestern, Erzieherinnen, Alten- und Krankenpfleger. Die Entlohnung und die teilweise katastrophalen Arbeitsbedingungen sind für ein reiches Land wie Deutschland beschämend.

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