Leserbriefe

Es stellt sich die Frage der Kompetenz

15.10.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dennis Kratschmann, NT-Zizishausen. An Unterhaltung mangelt es seit wenigen Tagen in der Zeitung nicht mehr. Unzählige Leserbriefe, die an Unmut gegenüber der anstehenden und vergangenen Runde der OB-Wahl kaum zu übertrumpfen sind oder deren Meinungen ihren gekreuzigten Kandidaten herauskristallisieren, jedenfalls seien sie wohl mit sturem Unwissen oder einer Sym- beziehungsweise Antipathie verfasst. Gestern ein Artikel, der gewisse Unverschämtheiten aufdeckt, die wiederum kaum zu bestreiten sein werden. Heute eine E-Mail, die mehr private als politische Gründe mit sich bringt. Morgen ein zusätzlicher, unqualifizierter Leserbrief – man muss sich ja einreihen. Fühlt sich nun ein Vater angegriffen oder gar zum Schutze des Kindes aufgerufen, weil ein Redakteur gewisse Dinge aufdeckte, die entweder aufzudecken waren oder einfach seiner Arbeit entsprachen und nun jenes Sohnes Wahlkampf schaden können?

Eine Drohung aus Trotz? Kaum zu glauben, dass es sich bei diesem produzierten Theater um ein eintrittsfreies Werk handelt. Wer Texte veröffentlicht und sich einer politischen Wahl stellt, hat mit deren Untersuchung zu rechnen – siehe dazu die Analogie bis zur obersten Politik des Landes. Durch die Einmischung des Vaters stellt sich mir nunmehr die Frage der Kompetenz des Kandidaten. Wer noch dazu glaubt, Herrn Heirich nicht erfüllte Versprechen zuzuschreiben, meint, mit fremden geistigen Eigentümern fährt sich dieselbe Schiene glaubhafter und vertrauenswürdiger? Man darf zweifeln.

Durch die Ereignisse, Artikel, Leserbriefe und dadurch entstandenen Eindrücke der letzten Tage hat man meine Stimme auf einer Seite nicht gewonnen, aber auf der anderen sicherlich verloren.

Leserbriefe

Die Herren machen sich selber lächerlich

Andreas Melcher, Frickenhausen. Zu den Leserbriefen „Die Asylpolitik ist aus dem Ruder gelaufen“ und „Spott und Hohn statt Argumente?“ vom 21. Februar. Ich möchte dieser Aussage zustimmen. Denn das „Ruder“ bestand lange darin, den Menschen jegliche Integration zu verwehren. Ihnen wurde sogar…

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