Leserbriefe

Es spricht viel dagegen

09.02.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Manfred Siffermann, Frickenhausen. Zum Artikel Stadt drängt auf Versachlichung der Debatte vom 6. Februar. Nun ist es also raus! Genau wie ich bereits letzte Woche in meinem Leserbrief vorausgesagt habe, wird die Firma Boss aus Metzingen auf dem Großen Forst ein großes Zentrallager bauen. Also müssen doch bereits, nach bewährtem Muster, in aller Stille gravierende Entscheidungen seitens der Stadtverwaltung getroffen worden sein, die das Projekt festnageln. Was soll hier eigentlich der Bericht von OB Heirich mit der Bitte nach Versachlichung der Debatte und man solle bei der Wahrheit bleiben? Offensichtlich wurde doch hier mit bewusster Geheimhaltung die Bevölkerung getäuscht, um offene Diskussionen gezielt zu verhindern, bis sogenannte unumkehrbare Fakten geschaffen sind. Und was soll man von öffentlichen Äußerungen einiger Stadträte halten, zum Beispiel der von Herrn Nauendorf: Erst wenn wir wissen, wer und was sich dort ansiedeln will, fällt unsere Entscheidung! Bin mal gespannt, was es da noch zu entscheiden gibt.

Fakt ist, dass der Beschluss im Jahre 2000, den Großen Forst als Gewerbegebiet auszuweisen, sicher nicht unter dem Vorzeichen eines 21 Meter hohen Industriegiganten erfolgt ist. Landwirtschaft ist nämlich auch ein Gewerbe und gegen solcherart Ansiedlung hätte bestimmt niemand was einzuwenden. Aufgrund des gravierenden Eingriffs in Natur und Landschaft ist es jedoch frevelhaft, hier ein 21 Meter hohes Zentrallager zu errichten. Entsprechende Beschlüsse müssen zurückgenommen werden. Fakt ist weiter, dass der Ressourcenverbrauch in keinem Verhältnis zu den paar Arbeitsplätzen steht, die bei einem Zentrallager letztlich geschaffen werden, sonst wäre das Projekt nicht bereits an anderer Stelle gescheitert. Bei der Bewertung geschaffener Arbeitsplätze muss man nämlich auch berücksichtigen, wie viel dafür an anderer Stelle durch den Rationalisierungseffekt abgebaut werden und welcher Qualität diese in einem Hochregal-Zentrallager sind. Fakt ist schließlich, dass der zusätzliche Schwerlastverkehr, also der Dreck, die ohnehin am Verkehrsinfarkt leidende Stadt zusätzlich belastet.

Leserbriefe

Verkehrsprobleme werden nicht gelöst

Raimund Popp, Nürtingen. Zum Artikel „Der Sieger kommt aus der Schweiz“ vom 20. September. Bevor die Umsetzung der Bahnstadt beginnt, muss der Kreuzungsknoten beim Amtsgericht nachweislich gelöst werden. Eine kleine Übersicht zum Plan der Bahnstadt: alle östlichen Häuser direkt an den…

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