Leserbriefe

Es gab schon immer „kundige Bürger“

27.03.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jan Lüdtke-Reißmann, Nürtingen. Zum Artikel „Wie lebt es sich in Wolfschlugen im Jahre 2030?“ vom 20. März. Zumindest hat es die irreführende Verwendung des Begriffes „Bürgerbeteiligung“ nicht in den Titel des Artikels geschafft. Mit Bürgerbeteiligung hat die zufällige Auswahl weniger, die dann hoffentlich antworten und für die Gemeinde arbeiten, gar nichts zu tun. Man könnte den Eindruck gewinnen, Wolfschlugen hofft auf diesem Wege billig an gute Ideen zu kommen. Und mehr ist es auch nicht und es ist auch nicht neu.

Gemeinderäte konnten schon immer „kundige Bürger“ benennen, die dann ein Problem lösen oder Ideen für die Gemeinde entwickeln. Die vorgeschaltete, (hoffentlich) zufällige Auswahl erzeugt nur den Eindruck von ermöglichter Beteiligung. Wirkliche Beteiligung entsteht, wenn allen Bürgern oder Einwohnern einer Gemeinde Arbeitsstände in einer frühen Gestaltungsphase zur Abstimmung vorgelegt werden und diese in der Folge dann auch bindenden Charakter für den Gemeinderat haben. Mit dem Ratsbegehren geht so was übrigens heute auch schon, wenigstens vom Grundsatz her. Als Pirat kann ich hier nur kopfschüttelnd danebenstehen und mich fragen, ob die Wolfschlugener Bürger das wirklich als Beteiligung an den Prozessen der Gemeinde verstehen werden. Aber es muss ja auch noch Luft nach oben bleiben.

Leserbriefe

Überhört Herr Grabitz kritische Stimmen?

Kai Hansen, Nürtingen. Zum Artikel „EU droht Milliardenklage wegen Pflanzenschutzmittels“ vom 11. November. Der Journalist Markus Grabitz gewährt dem weltgrößten Glyphosat-Hersteller Monsanto auf Seite eins der Wochenendausgabe der Nürtinger Zeitung eine prominente Bühne und betreibt zudem deren…

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